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Fangen wir mal als Einleitung mit den Querelen um die Buchung an. Da unser Zwischenurlaub in Paris dieses Jahr (um der WM zu entkommen) nicht so ganz billig war, dachten wir dieses Mal an Billig-Urlaub. Im eigenen Land kann man das ja im Grunde vergessen, aber Mallorca ist durchaus einen Gedanken wert, schließlich heißt es doch nicht umsonst Putzfraueninsel, oder? Ich wartete also ab, bis wir zeitlich im Last-Minute-Bereich waren. Dumm nur, daß es plötzlich fast nur noch All-Inclusive-Hotels gab. Da wir grundsätzlich nicht ans Hotel gekettet sein wollen (Halb- oder Vollpension bedingen, daß man zu bestimmten Zeiten im Hotel sein muß) und auch nicht mehr Geld als nötig ausgeben wollten (All-Inclusive ist immer zu teuer, wir essen nicht sehr viel und Suff interessiert uns eigentlich auch nicht), nutzen wir unser Zimmer also nur für Übernachtung, Ablage unserer Sachen und zum Duschen usw. Das war aber auf einmal schwer zu bekommen. Also doch ins Reisebüro, vielleicht können die da noch was drehen. Und tatsächlich: im Karstadt-Reisebüro am Hermannplatz saß eine Frau Slunjski, die uns wirklich sehr behilflich war. Bei manchen Angeboten konnte man All Inclusive oder sonstigen mampf ausklammern, was im Internet bei der Direktbuchung nicht möglich gewesen wäre. Fast 2 Stunden hat sie mit uns gesucht und am Schluß haben wir auch das richtige gefunden. Übrigens hat sie auch Internet-Zugang dort, was insofern gut war, weil man bei Last-Minute sofort zusagen muß. Also 3 Hotels vormerken und zu hause mittels www.hotelbewertungen.de auszuwählen, geht dann nicht. Da sie aber, wie gesagt, Internet hatte, konnten wir also mit ihr zusammen via Internet die Meinungen der bisherigen Urlauber vergleichen, das dauerte natürlich etwas. Wobei das mehrfache Drucken wegen eines neuen SAP-Systems (Sanduhr-Anzeige-Programm? Software Aus Polen?) mindestens 20 Minuten in Anspruch nahm, insofern ist nicht alles auf unsere lange Auswahl zurückzuführen. Aber gut, wir hatten auch gleich Reiserücktritts-Versicherung und Auto mitgebucht, da kommt schon Papier zusammen. Ich kann die Geduld von Frau Slunjski jedenfalls nur lobend erwähnen, sie ist eine Meisterin auf dem Keyboard und sehr fix, was das Durchgehen der Angebote usw. angeht.
Tag 1: Ankommen mit Verspätung
Das fängt ja gut an: Unser Flug hat 1 Stunde Verspätung, statt 18:45
nun 19:45 Uhr. Im Flieger
droht das nächste Unheil: Ein paar Russen fangen kräftig an zu
saufen, bekommen aber bald nix mehr (alles weggesoffen?).
Noch dazu beschweren sie sich über die Größe der kleinen
Flachmann-Fläschchen, weil da so wenig drin sei, tz. Der Flug dauert
knapp 2 Stunden.
In Palma stand dann ewiges Warten auf's Gepäck an, ca. 30 Minuten.
Dann zur Autovermietung von Hertz. Gebucht war ein Hyundai Atos, aber
den schien es nicht mehr zu geben. Normalerweise versuchen die einem
ja einen besseren Wagen erst aufzuschwatzen, bevor sie ihn sowieso
rausrücken, weil sie eh keinen anderen mehr haben. Blieb aber aus.
Wir bekamen also einen Renault Megan.
Dann sind wir nochmal zum Schalter zu Alltours gegangen. Ich hatte
zwar eine Wegbeschreibung nach Cala Ratjada, aber in welcher Straße
das Hotel sein sollte, war unklar. Am Telefon hatte Alltours das auch
nicht so genau sagen können, weshalb wir vor Ort um eine
Wegbeschreibung bitten sollten. Gesagt, getan. Sie gaben uns einen
Zettel und markierten das Hotel. Da ich die Straßen schon kannte, denn
in Google-Maps konnte man sich
vorher ein Bild machen, war die Sache klar. Wir suchten also unser
Auto im Parkhaus. Das stand zwar in der Nähe der Hertz-Plätze, aber
eben nicht genau dort. Eine freundliche Dame des Vermieters half uns
dann, denn sie wußte ungefähr, wo er stand und dann mußte man nur noch
den Chip aktivieren und die Blinker gaben klares Signal: "Hier bin
ich!" Es war ein
schwarzer Renault Megan, 4-türig, Diesel.
Sah ganz nett aus, ich hatte noch nie 'nen Franzosen gefahren. Später fiel uns
leider auf: keine Sicherheitsweste! Das könnte teuer werden, wir
beschlossen aber, nicht zurückzufahren und uns morgen drum zu kümmern,
Hertz hatte schließlich eine Filiale in Cala Ratjada. Übrigens: Diesel
kostet hier um die 96 Cent pro Liter, also fast wie bei uns.
In Palma hätten wir uns fast verfranst, fanden dann aber doch noch die
richtige Richtung: nach Manacor und schließlich Cala Ratjada, wobei
Cala Rajada auf dem Schild stand. Aha: Rajada (sprich: Rachada)
spanisch und Ratjada katalan. Sehr merkwürdig. Als wir ankamen, war es
trotzdem etwas schwieriger, das Hotel namens "Don Quijote" zu finden,
es stand nämlich kein Name an dem
weißen Komplex.
Weiter hinten gab es
ein Hotel namens "Quijote Park", aber da wußte ich, daß das ein
anderes Hotel war, außerdem wich das wiederum von der
Alltours-Zeichnung ab. Da aber vor dem weißen Hotel ein Restaurant
namens "Don Quijote" war, nahmen wir einfach an, daß es das richtige
ist. Der Hotel-Nachtwächter wartete schon ungeduldig auf uns und wir
waren am Ziel. Er gab uns ein großes Apartment mit 2 Schlafräumen. Um
1:30 Uhr nachts waren wir endlich im Bett. Komisch, im Internet stand
was von TV, ein Fernseher fehlte jedoch... Beim Pennen brauchten wir
Ohrenproppen, da rundrum viel Auto- und Mopped-Lärm zu hören war. Im
Hotel selbst war's ruhig, also keine Dauerparties oder anderer Lärm der
Hotelnachbarn.
Tag 2: Abchecken der Umgebung
Bis 10:30 Uhr gepennt. Wir hätten wohl auch noch länger geratzt, aber
die Putze wollte putzen und kloppte uns wach. 2 Stunden
später wiederkommen wollte sie auch nicht. Mañana... Dann haben wir
uns den Tresorschlüssel geholt (günstig: 1 Euro pro Tag und 30 Euro
Pfand) und mit der Rezeptionistin gelabert. Sie stammt ebenfalls aus
Berlin und hat früher beim Bezirksamt Neukölln (NEUKÖÖÖÖÖLLN!!!!)
gearbeitet. Angesichts des nächtlichen Lärms meinte
ich, das sei verwunderlich, denn Cala Ratjada ist doch eher der Arsch der Welt.
Pustekuchen, sagte sie, Cala Rajada (ich werde spanische und
katalanische Schreibweise hier öfter wechseln, Grummel) sei bald wie Arenal
und bis Mitte Oktober voll... Schock! Beim Rumlatschen im Ort bekamen
wir die Bestätigung: ein Shop nach dem anderen und voller als die Kanaren
um die Jahreszeit. Extrem viele wollten zum Strand, erkennbar an den
Luftmatratzen. Wir machten uns überhaupt den ganzen Urlaub lustig über
die Matratzen-Träger... In einem kleinen Café/Bäckerei namens Café Cala Rajada
(Ecke Carrer des Mestre Vincenç Nadal, Calla Agulla 26) hatten wir
superleckeren
Cortado
bekommen, also con leche y leche, mit süßer
Kondensmilch. Wird wohl unser Lieblingscafé, Cymone liebt vor allem die
frischen Baguettes, außerdem ist die Bedienung supernett.
Nach dem Bummeln machten wir uns strandfertig, in der
Hoffnung, daß ab 15 Uhr nachmittags der
Strand, die Cala Agulla (Oder Playa Guya?),
halbwegs leer ist. Weit gefehlt. Himmel und Menschen. Wir
haben trotzdem knapp 2 Stunden verbraten. Danach kurz duschen und
wieder raus zum Bummeln.
Mich nervt ja ein wenig der Sprachenmix. Klar kommt
man überall mit deutsch durch, aber mal steht was auf Katalan dran und mal
auf spanisch. Miteinander reden sie meistens spanisch. Abends haben
wir dann noch bei einem Imbiß (Caféteria Brins
Restaurante, gelb-blaue Einrichtung, rechts neben dem örtlichen Sex-Show-Pub)
gegessen, Baguettes mit Huhn. Das Zeug hatte kaum Geschmack, außer dem
geräuchertem Schinken, den wir runterpulten. Ich hasse geräuchertes Zeug.
Die Pommes waren im Öl ertränkt worden, aber ingesamt war es wenigstens
günstig. Wir gingen relativ früh ins Bett, da wir noch von der Reise etwas
platt waren. TV gibt's nicht, hatte uns die Hotelfachfrau gesagt und
wie der Hinweis ins Internet gekommen ist, sei ihr schleierhaft. Es
stimmt übrigens: im Katalog wird TV nicht erwähnt, da hat jemand bei
der Erstellung der Webseite nicht aufgepaßt.
Tag 3: Capdepera-Umgebung erkunden
Heute sind wir dann doch zuerst zu Hertz gefahren, eine
Sicherheitsweste holen. Sonst wird's beim Anhalten durch Policia Local
oder Guardia Civil doch nur unnötig teuer. Da der
Strand Son Moll
gerade in der Nähe war, haben wir uns den angeguckt.
Ebenfalls schweinevoll wie der Platja (spanisch Playa, also Strand) Cala Agulla.
Nun fuhren wir zum Castell Capdepera. Das kostet zwar 2 Euro
Eintritt, war aber ok. Die
Burgmauer
kann man an den Schießscharten fast
komplett ablatschen. Das Museum in der Mitte ist eher öde, es wird
Flechthandwerk gezeigt. Der Blick von den Burgmauern dagegen ist ziemlich gut
und weit, weil man schon recht hoch oben ist. Danach fuhren wir
weiter nach Canyamel. Endlich mal
kein überfüllter Strand!
Leer war er
zwar auch nicht gerade, aber ok. Dafür ist's dort ein bißchen verschlafen.
Nach einer Badetour im leider nicht so sauberen Meerwasser (Agulla war deutlich
sauberer, in Canyamel gab es viel Algenreste) noch in ein Café am Strand
gesetzt. Das Sandwich mit Huhn schmeckte
nach nix, gut, daß es Alioli gab. Cymone's Spaghetti Bolognese waren
zwar ok, aber auch kein Geschmacksbrüller. Scheint in Spanien normal
zu sein, bis jetzt hatten wir immer gedacht, nur auf den Kanaren
versuchen sie, Geschmack draußen zu lassen. Egal, wir setzten uns
wieder ins Auto und fuhren nach
Cala Millor.
Wieder ein supervoller Strand,
zusätzlich Hochhaus-Hotels, da war Cala Ratjada doch ein besserer
Fang. Wir schienen sowohl mit unserem Urlaubs-Ort, als auch unserem Hotel Glück
gehabt zu haben.
Übrigens: Burger King ist allgegenwärtig, aber kein McDonald's. Leider bisher
auch kein Bocatta. Cymone hat sich hier
Rastazöpfe flechten
lassen,
von einer Afrikanerin namens Ada. Ada sitzt beim südlichen Teil der
Fußgängerzone von Cala Millor und wollte 50 Euro für den
kompletten Kopf haben. Das war ok, in Berlin kommt man kaum unter 80-100
Euro davon. Ich habe in der Stunde, die das dauerte, die
Zeit in einem Internetladen verbracht. Abends sind wir dann zurück
gefahren und kamen gerade noch rechtzeitig vor einem fetten Regenguß
an. Die halbe Nacht hat's gewittert. Sehr nervig: lauter Donner und
helle Blitze...
Tag 4: Can Picafort, Alcudia und Festival Park bei Santa Maria
Wir machten uns zuerst auf zum Wochenmarkt in Capdepera. Dieser ist
winzig, also sinnlos. Nun fuhren wir zu einem anderen Ort namens Cala Mesquida.
Voller, aber nicht übervoller Strand.
Der Ort dazu ist etwas verschlafen, das
Wasser etwas schmuddelig, mit Algen. Wobei man sagen muß, daß die
Algen im lebenden Zustand wohl wichtig sind, da sie
Hauptsauerstoffproduzent in mallorquinischen Gewässern sind. Dumm nur,
daß Boote sie mit ihren Ankern rausreißen und damit die toten Algen am
Strand rumschwappen, das ist ein recht ekliges Gefühl am Körper.
Seitlich war der Strand links mit einer Schnur abgesperrt, wegen
Klippen und Strömung, sehr deutsch. Das war total pillepalle. Nach kurzem
Plansch in lächerlich seichtem Wasser (und dafür eine Absperrung?
Hallo?) ging's weiter. Cala Torta bot sich an. Endlose Fahrerei, bis
die Teerpiste in Schotterpiste übergeht. Nach kurzer Zeit wurde diese nervig,
wegen den Regenpfützen der gestrigen Nacht, Schlamm, Schlamm, Schlamm.
Da ein Wagen hinter uns war, suchten wir eine Ecke zum Wenden. Neben uns
halten die Nasen an, wir können so nicht wenden, Idioten... Überhaupt
war es oft so, daß die Leute keine eigenen Antriebe haben und wie
Herdentiere einfach hinter einem herlaufen oder Dinge ständig vor sich
hinbrabbeln ("Ey, guck mal, da: Sex on the Beach, nur 3 Euro! Ey, nur
3 Euro, Sex on the Beach, ey, 3 Euro, Sex on the Beach..." usw.), die
scheinen ihr Hirn zu Hause zu lassen.
Dann fuhren wir weiter nach Ca'n Picafort. Wir sind an der
Strandpromenade
langgelaufen. Öder Ort, aber hier waren tatsächlich auch britische
Urlauber, hatte ich gar nicht mehr erwartet, nachdem es überall heißt,
Malle sei 17. Bundesland.
Jetzt ging's nach Alcudia, genauer: Port d'Alcudia oder auch Puerto de Alcudia.
Die Playa-Region ist fett,
ebenso die Hauptstraße dazu. Auch der Ort selbst
scheint größer als Cala Ratjada, er fängt knapp hinter Ca'n Picafort
an und hört im Grunde am Hafen von Alcudia auf. Es gibt hier viele Briten,
deshalb sind die Preise hier deutlich höher. Warum Engländer
grundsätzlich mehr bezahlen und oft auch noch wenig dafür erwarten,
ist mir schleierhaft. Manchmal handeln sie nichtmal auf Märkten,
sondern akzeptieren den viel zu hohen Preis, denn meistens starten die
Händler beim 2-3-fachen Preis. Der Hafen ist ganz nett. Plötzlich
wollte Cymone shoppen, also sozusagen aus einer inneren Eingebung. :)
Die Hertz-Werbung empfiehlt:
Festival Park, Factory Outlet. Leider ist die Beschreibung in der
Hertz-Karte mies. Die richtige Autobahn-Ausfahrt ist nicht Santa Maria,
sondern Sa Cabaneta, dann Richtung Bunyola halten. Hier gibt's viele Läden,
aber so richtig billig sind sie nicht. Das günstige Zeug ist dann doch
oft Schund, auch wenn es Marken-Schund ist. Dafür gibt es viel Mampf,
zum ersten Mal McDonald's gesehen und: BOCATTA! Mjam...
Jetzt wurde es langsam später und wir mußten noch Lebensmittel
einkaufen. Auf der Autobahn hatten wir Al Campo gesehen, einen fetten
Supermarkt, den wir noch von den Kanaren her kennen. Also rauf auf die
Autobahn und bei der Al Campo-Mall (es gibt auch andere Läden da drin,
z.B. Pimkie) gehalten und eingekauft. Die Autobahn-Abfahrt ist Pont d'Inca,
aber Vorsicht: das ist knapp nördlich von Palma, also noch weit weg von der
Stadt Inca! Hier gab es endlich auch mal mein geliebtes Schweppes Limón! (Miese Seite, nur
Flash-Grütze) Wieso gibt's das eigentlich nicht hier? Das normale
Schweppes ist supereklig dagegen. Limón und Naranja sind einfach
erstklassig! Danach fuhren wir in Richtung Heimat über Manacor und
Arta. Klar, Arta muß man irgendwie immer passieren um nach Cala Rajada
zu kommen. Cymone hatte bei
Al Campo Fertig-Nudeln gekauft und nun in die Mikrowelle geschissen, oops,
geschmissen natürlich. :)
Da die natürlich auch geschmacklich nicht viel hergaben, hat sie sie
noch sehr scharf mit Chilies nachgewürzt. Unter Keuchen und viel
Getränk haben wir diese dann auf dem Balkon gegessen.
Tag 5: Erster Arenal-Versuch
Heute sind wir nach Südosten gedüst, zuerst nach Sa Coma.
Hier kann man in einen Motor-Katamaran steigen, quasi ein Wassertaxi,
mit dem man nach Portocristo fahren kann. Der
Strand
war auch wieder ziemlich
voll, das Wasser bäh, wie immer sehr algenreich. Sa Coma ist ebenfalls leicht
britisch. Dann weiter nach S'Illot: kleiner Strand, aber sehr ruhig, ganz nett.
Nun sind wir über Portocristo und Portocolom in Richtung
Es Trenc/Colonia de Sant Jordi gefahren.
Kurz vorm Strand-Abschnitt kam Gewitter auf. Achtung: nicht Es Trenc direkt
anfahren, das kostet 10 Euro Parkgebühr! Lieber über Colonia St. Jordi
oder von der anderen Seite von Ses Covetes/Sa Rapita anfahren und dann
am Strand zu Fuß gehen! Da der Regen jegliche Stranderfahrung sowieso
zunichte machte, fuhren wir lieber weiter, um dem Regen vielleicht
doch noch zu entkommen. In Cala Pi war es dann wieder trocken. Dieser
Ort hat eine tolle
Piratenbucht!
Unbedingt hinfahren! Wer auf Mallorca
war, ohne diese Bucht gesehen zu haben, hat was verpaßt! Erst war ich
ja skeptisch, da auch Boote in der Bucht waren (UWP-Pingel-Modus),
aber Wasser war wider Erwarten sehr sauber! Der Strand war relativ
leer, das kann aber am Wetter gelegen haben, denn die Wolken zogen
sich auch hier zu. Sprachlich hörten wir russisch, englisch und deutsch.
Die Session endete mit Regenfällen, nochmal kurz Fotos des Buchteingangs
gemacht und ab in Richtung
S'Arenal/Palma.
Dort war zwar auch alles
naß und der Strand war relativ leer, aber die Sonne kam durch und
wärmte die Umgebung heftig auf. Arenal hat eine schier endlose Promenade
mit Stores. Es war insgesamt etwas öde, da wenig los war, ich hatte ja
mehr Besäufnisse wie im TV erwartet. Allerdings sahen wir eine Gruppe
von Männern, bei denen einer des öfteren
Bodenkontakt
hatte. Aber
eigentlich ok, ich hatte mir Arenal schlimmer vorgestellt.
Bei McDoof Gelati i Café (Helado y Café, also Eiskaffee) genossen.
Warum gibt's das bei unserem McDonald's nicht? Schließlich doch wieder Regen.
Wir versuchten, in einem China-Restaurant in einer Seitenstraße zu
mampfen. Da wir aber etwas durchnäßt waren und die Klimaanlage dort
auf Hochtouren lief, brachen wir das Ganze ab und fuhren zum
Festival-Park, dort gab es auch einen China-Mampf: Dragon Oriente II, oben
(Nr. 1 ist in Port de Pollença). War gut und günstig. Nun Richtung
Heimat. Zur Abwechslung mal über die Autobahn, denn Cymone meinte, das
könnte schneller sein, denn die Manacor-Strecke strotzt nur so vor
Baustellen. Also über Inca, Llubi (sprich: Jubiiiii! :)), Santa
Margalida (Santa Margarita auf spanisch, Achtung: die Straßenschilder
wechseln dauernd zwischen katalan und spanisch!) , Arta...
Kurz vor Inca gab es fast eine Überschwemmung auf der Autobahn, so
sehr regnete es nun. Ab Llubi quasi bis Cala Rajada geschwommen,
sehr heftige Gewitter mit ständigem Dauerblitzen... @home war noch allet
trocken, trotz Regen & offenen Apartment-Fenstern. Zur Sicherheit
haben wir alles zu gemacht, was gut war: ab morgens um 4 gab's
richtigen Orkan mit biegenden Palmen auf der Straße...
Tag 6: Markt in Can Picafort, Formentor-Leuchtturm
Heute ist Freitag, also Wochenmarkt in Ca'n Picafort. Unsere Hotelfrau sagte:
das lohnt nicht. Stimmt aber nicht, der Markt war doch recht groß und
nicht zu verfehlen. Ich hatte eine Uhr für 15 Euro erstanden (30
wollte der Händler anfangs haben) und Cymone eine Jeanstasche für 45
Euro (runtergehandelt von 75 Euro, war hartes Brot, ein Engländer wollte gleich
wissen, was wir gelöhnt haben) gekauft und neue Mütz für die arme,
sonnengeplagte Madame, sie hatte ihre Lieblingsmütz einen Tag vorher im
Regenchaos in Cala Pi verloren. Bizarre Begebenheitenheiten
entwickelten sich: "Lukiluki!" ist man ja als Kaufaufforderung von den
afrikanischen Damen gewohnt, aber "Jo, ma kuckn, ne!" war mir neu.
Noch dazu in perfekt rheinischem Dialekt, obwohl sie sonst kein
Deutsch sprach. Nun fing wieder leichter Regen an. Wir versuchten also
schnell, in ein kleines Café namens Don Denis zu gelangen. Dort
bestellten wir Café bombom (so heißt der Cortado mit der süßen
Kondensmilch hier) und aßen ein paar Tapas. Schnelle und nette Bedienung, obwohl
der Laden recht voll war. Und es wurde stark auf Sauberkeit geachtet.
Der Kellner brachte ein dreckiges Glas zurück, bevor er beim Gast
angekommen war und dieser hätte meckern können. In Alcudia haben wir
dann zum ersten Mal getankt, 36 Liter Diesel für 35 Euro, meine Hände
stanken noch Stunden später danach... Der Sprit ist zwar billiger als in
Berlin aber deutlich teurer als auf den Kanaren. Da bemerkt man
schnell, daß man immer noch dicht an Kontinentaleuropa dran ist. Nun
fuhren wir nach Port de Pollença. Sehr
schöner Strand,
aber leider wieder graues Wetter, deshalb war er recht leer.
Hohe Preise deuteten auf britische Urlauber, da kann man fast die Uhr
nach stellen. Dann weiter nach Formentor, das ist die nördlichste
Halbinsel von Mallorca. Am Ende befindet sich ein Leuchtturm, der auf
Postkarten klasse aussieht. Empfehlenswert ist durchaus der erste
Mirador, man hat sehr schöne Sicht auf's Meer und diverse Felsen, auch
wenn hier ständig Busse halten und Menschen abwerfen, in rauhen
Mengen... Nun also die
Weiterfahrt zum Leuchtturm über Serpentinen,
knapp 18 km. Und ich kann nur warnen: das lohnt nicht, außer, man will
wandern! Vorm Cap de Formentor entwickelte sich ein langer Stau, weil
auf dem Platz vor dem Leuchtturm zu wenig Parkplätze vorhanden sind.
Noch dazu stellen sich die Fahrer recht blöd an beim Parken. Totale Nerverei
und wenig Ausblick, das war ziemlich sinnlos. Danach sind wir dann nach Port de
Pollensa zurückgefahren und haben wieder ein bißchen an der Promenade
und in den kleinen Gäßchen gebummelt, bis es wieder regnete (Grummel.
Hallo, das ist Sommerurlaub, hier!!!). Als der Hunger dann aufkam,
entschieden wir uns für Alcudia zum Mampfen. Mexikanisch,
das hatten wir auf der Hinfahrt auf einem Plakat gelesen, da bot sich
die Cantina Mariachi in der Avenida Tucan an. Cymone hatte zwar ein
leichtes Magenproblem, aber das Essen dort verschärfte es total.
Katastrophe! Diesen Laden sollte man unbedingt meiden, es schmeckte
nie und teuer war es auch noch, da hilft die nette Bedienung auch nix.
Ich empfehle einen Kochkurs für den Koch! Dann kurz 'ne Runde bummeln
in Puerto de Alcudia, damit Cymone durch die kalte Luft wieder 'nen klaren
Magen bekommt. Nun aber ab nach Hause. Cymone entschwindet erledigt ins Bett.
Ich plausche noch 'ne Runde mit dem Nachtwächter (er ist Italiener,
Salvatore, netter Mann) und wollte gegen 23 Uhr noch in den örtlichen
Internetladen Speedy huschen. Denkste, der macht um 22:30 Uhr dicht,
auch sonst nicht mehr viel los. Freitag nacht in Cala Ratjada...
Tag 7: Nachtleben in Arenal
Morgens hämmerte ein Suffkopp an Nachbars Tür, kam aber wohl nicht
rein. Also Ohrenproppen rein und weiterpennen. Morgens wurden wir dann
doch durch planschende Kids im Pool geweckt. Diese waren aber inklusive
Mutti für einen Fotograf gemietet worden. Das war das erste Mal, daß
ich gesehen habe, wie sie Hotel-Fotos für die Kataloge machen. Der
Profi-Verbilder beeilte sich auch, denn Regen drohte mal wieder am
Horizont. Wir machten uns auf zum Markt im Ort, denn es war Samstag
und Samstags ist Wochenmarkt in Cala Rajada. Er ist kleiner als in
Ca'n Picafort, dafür gab es lustige Gesänge aus den Kneipen ("die
Vögelein vom Titicacasee"), würg. Wir sind nun schnell von den
Gesängen weg zur Promenade gewankt und auf ihr bis zum Strand Son Moll
gelatscht, der war natürlich total überfüllt, schließlich kam die
Sonne durch. Das war überhaupt bizarr, daß die Leute im Regen mit
ihren Handtüchern und Luftmatratzen warten, bis die Sonne wiederkommt.
Sowas hatten wir öfter gesehen, auch wenn gar keine Aussicht auf
besseres Wetter am Horizont erkennbar war. Braun werden als oberstes
Ziel, auch wenn's regnet? Nun gingen wir zurück in unser Lieblingscafé,
Café Bombom trinken. Danach dann doch noch zum Strand Aguya (also Cala
Agulla). Diesmal machten wir es anders. Da ich eigentlich zur zweiten
Bucht wollte und ein kleiner Weg zum hinteren Teil des Strandes
führte, fuhren wir also mit dem Auto bis zu einem kostenpflichtigen
Parkplatz. 3 Euro Parkgebühr, aber wenigstens war hier der
Strand nicht ganz so voll.
Es war zwar auch kühler, wegen vorherigem Regen, aber ok.
Diesmal war auch hier das Wasser Algengefüllt. Nach einer Stunde
ging's zurück, dann duschen und schließlich mampfen gehen. Dieses
Mal sollte es italienisch sein. Wir haben lange gesucht, an der
Hafenpromenade in Cala Ratjada sind wir dann fündig geworden: "Es Port" hieß
das Restaurant. Das war sehr lecker gewesen und günstiger als die anderen
Hafencafés, also empfehlenswert. Und jetzt nach Arenal, schließlich war es
Samstag Nacht. Der Versuch, über Porreres zu fahren, ist
nicht empfehlenswert, total nervig! Wir kehrten ein im Excalibur
(Balneario 3, oder auch Ballermann 3, nach unten in ein Kellerpub), einem
Metal-Pub, das einzig brauchbare auf dieser Insel. Der Laden war gut gefüllt,
nette Leute, nette Musik, nette Videos, Preise etwas höher als normal. Für ein
Desperados, welches sich als Salitos entpuppte, zahlten wir 3,50 Euro,
normales Bier war etwas günstiger. Vorsicht: wenn man Diesel bestellt, hauen
die statt Bier Paulaner rein. Und ich hasse Weizen- und Weißbier. Also lieber
auf Amstel bestehen. Noch'n T-Shirt für 10 Euro ergattert
(667, the Neighbor of the Beast, hahaha)
und dann die Fahrt über Felanitx
zurück. Klarer Himmel diesmal und bessere Strecke als über Porreres.
Tag 8: Abhängen am Strand
Die Putzfrau nervt alle 2 Tage viel zu früh rum, heute schon um halb 10!
Ich versuche trotzdem, jedes Mal eine spätere Zeit auszuhandeln: keine
Chance! Zuerst zum
Faro (also Leuchtturm) an der Spitze Cala Ratjadas.
Ganz nett, geht schnell, kostet nix und man hat eine schöne Aussicht.
Platja Cala Gat ist auch in der Nähe, war aber zu voll, ist eh nur 'ne
kleine Strandbucht. Übrigens geht vom Hafen eine Promenade Richtung Cala Gat,
auf der kann man öfter ins Wasser springen zum Schorcheln
z.B., hier kommt man auch durch Treppen wieder raus und man kann sich
auf Steinplatten sonnen.
Jetzt also weiter nach Cala Mesquida.
Warmes Wasser und Wellen und sogar Cymone war im kühlen Naß!
Nun hatten wir eigentlich an den Westen der Insel gedacht, da es aber
schon spät war, entschieden wir uns für Alcudia, um
Stadtmauer und Pfarrkirche Sant Jaume
zu begucken. Und schon wieder essen: China-Buffet.
Beim letzten Mal sind wir mit dem teuren, und auf Plakaten beworbenen
Mexikaner reingefallen, deshalb entschieden wir uns gegen das Gran
Dragon, welches diverse Plakate voller Werbung für ein Büffet für 10
Euro macht und nahmen dafür das günstige Buffet für 7,95 Euro bei Gran Mundo,
auf der gleichen Straße: Carretera Arta 60. War zwar kene Riesenauswahl,
aber trotzdem gut für diesen Preis! Danach die Bauchfülle
abgelatscht, ins Internet-Café (teurer, da wieder britisch) und gen Heimat.
Übrigens: große Auswahl an China- und India-Mampf gibt es
komischerweise nur in englischen Gebieten! In den deutschen Gebieten
ist es schon schwer, Chinesen zu finden, indische Restaurants fast
unmöglich.
Tag 9: Go West, Part 1
Und nun ein neuer Anlauf nach Es Trenc! Zuerst sind wir nach Colonia
Sant Jordi gefahren, haben dort den Wagen geparkt (hier kostet es
keine 10 Euro, sparspar) und sind dann rechts zu Fuß
die Bucht entlang gewatschelt.
Was für eine Enttäuschung! Da hatten uns alle Reiseführer
den besten Strand der Insel versprochen und dann das! Der
Strandstreifen ist schmal und voll, vorn im Wasser sind oft Steinplatten, erst
ein paar Meter im Wasser beginnt flacher Lagunensand. Dazu viel Muschel-
und Algenreste, also ziemlich ekliges Wasser. Und Quallen. Und es wird
auch nicht besser, da kann man kilometerweit laufen. Der einzige
Lichtblick ist FKK, ohne Badehose badet sich's einfach unbeschwerter. Nach kurzer
Abkühlung und Quallenausweichung gings den langen Weg zurück (gehe ins
Ächz, Zitat aus dem Mad-Spiel) zum Auto an den
Salinen vorbei. Nun fuhren wir nach
Palmanova,
um dort den miesesten und
langsamsten aller McDonalds kennenzulernen. Schon vor uns waren viele
ungehaltene Leute, die auf Pommes warten mußten (!), auch unser Eiskaffee
dauerte ewig, dazu stank es nach Antikakerlakenmittel und die
elektrischen Warmhaltegeräte spratzelten mit kleinen Kurzschlüssen,
wahrscheinlich durch die Kakerlaken, munter vor sich hin.
Noch dazu waren zwar 3 Personen hinter dem Tresen, aber nur einer bediente
die riesig lange Schlange, wahrscheinlich mußten sich die anderen beiden um die
Kurzschlüsse kümmern. Also aßen wir gegenüber, bei Pizza-Nova. Netter Laden und
wirklich günstige Tapas, z.B. Pizza Chili con Carne (interessante
Zusammenstellung, wirklich lecker!) für nur
2 Euro! Übrigens: blaue Parkzone in Palmanova, meistens zeitbegrenztes Parken...
Ansonsten ist es ein ganz netter Ort und hat auch 'nen netten Strand.
Weiterfahrt nach
Peguera (oder auf spanisch Paguera).
Öder Ort, wir stellen
immer wieder fest, welch guten Griff wir mit Cala Rajada gemacht haben...
Jetzt wurde es langsam dunkel und wir machten noch einen Abstecher nach
Port d'Andratx.
Der Hafen
sieht aus wie geleckt, alles scheint hier
edel und teuer zu sein. Außer Freßbuden machte fast alles um 21 Uhr zu.
Da Cymone noch einkaufen wollte, sind wir also noch schnell zur Al
Campo-Mall gedüst. Die haben nämlich bis 22 Uhr auf. Letztes Mal hatte
ich gar nix von den Mortadelo y Filemon-Comics (auf deutsch heißen sie
Clever und Smart) mitbekommen, diesmal
habe ich mich gleich mit 10 davon eingedeckt. Mein persönlicher
Spanischkurs... In Cala Ratjada angekommen haben wir
uns noch einen Mitternachtssnack bei Burger King geholt. Pfuibäh, wir
bösen Fastfood-Fresser, wir.
Tag 10: Go West, Part 2
Zuerst zum Platja de Canyamel. Dann nach kurzem Cappucino weiter nach Soller.
Es gibt einen Tunnel, aber Vorsicht: der Tunnel ist knapp 7 km kürzer,
kostet dafür aber 4,15 Euro Maut!
Soller
selbst nervt total,
extrem enge Gäßchen, man wird als Fußgänger auf dem Bürgersteig fast
überfahren, weil die Autos kaum Platz auf den engen Straßen haben.
Wieso lassen die da Autos durchfahren? Hierzulande würde man sich schon
aufregen, wenn da wer mit dem Fahrrad durchfährt... Extrem urig, bis
auf die endlosen Motorroller. Klar, Parken geht wegen Platzmangel
ja auch fast nirgends und kostet auch noch. Wobei ich mich sogar
frage, wo sie die Motorroller parken, denn nichtmal die hätten Platz
auf dem engen Bürgersteig. Dafür stank die Luft schön nach
Zweitaktergemisch... Zufällig sind wir beim
Friedhof
vorbeigekommen
und Cymone war in ihrem Element. Wir fuhren schnell weiter nach
Port de Soller. Nicht ganz so eng, aber dafür war der
Strand direkt im Hafen, igitt.
Hier machten die Geschäfte schon um 20 Uhr zu (ARGL!).
Weiter nach Valldemossa, die Strecke am Wasser entlang durch die
Berge ist wunderschön, allerdings Serpentinen, also kurvig. Übrigens:
Valldemossa
ist sehr lütt, aber selbst hier hatten die Läden immer noch bis 21
Uhr auf... Da es schon später war, fast zu spät zum Essen, entschieden wir uns
mal wieder für den Festival-Park. Er liegt auf unserer Heimroute und hat lange
offen (Stores bis 22 Uhr, Mampf noch länger). Bei Pasta-City
entschieden wir uns für Makkaroni und Lasagne. Gutes Essen, etwas teurer,
sehr nette Bedienung. Nun wieder über Inca, Llubi und Santa Margalida
(Santa Margarita) zurück. Ohne Regen war die Strecke tatsächlich schneller
als über Manacor, denn sie war total leer, zumindest bis kurz vor Arta!
Tag 11: Sineu mit dem größten Markt der Insel
Frühmorgens (10 Uhr, also mitten in der Nacht) losgefahren zum größten Markt
der Insel, nach
Sineu.
Lohnt eigentlich nicht wirklich.
Der Markt ist zwar groß, aber dafür der immer gleiche Tand bei zig Ständen,
bisher fand ich die Märkte in Ca'n Picafort und Cala
Ratjada angenehmer. Dann nochmal eine Fahrt in Richtung Arenal. Diesmal ohne
Regen, mal sehen,ob's 'nen Unterschied macht, schließlich wollte ich
auch mal das TV-Mallorca sehen. Beim Balneario 7 geparkt (also nicht
weit vom Ballermann 6 weg) und zwar fast direkt vorne an der
Uferpromenade! Dann der heftige Schock:
Voll bis zum Gehtnichtmehr!
Ballermann pur. Unter diversen Schirmchen hängen
Ghettoblaster, die Schlagerkacke (kotz) rausbrüllen. Wir fanden trotzdem ein
etwas ruhigeres Plätzchen. Sonst meiden wir ja Familien mit Kindern
immer, wegen der Lautstärke. Das waren hier tatsächlich mal Zonen der
Ruhe, verglichen mit dem Partyvolk.
Das Wasser war zwar bis auf ein paar schwimmende
Tüten sauber, aber vorne etwas ölig, das kam aber wohl eher von der
Sonnencreme der Masse. Weiter raus wurde es zwar besser, dafür roch
die Luft dort nach Schiffsbenzin, weil dort der Bootsbereich anfing. Suff war um
uns rum, hielt sich aber in Grenzen. Seltsame Gestalten spelten seltsame Spiele
(Holzklotzwerfen ?) und wurden fachmännisch von auf der Promenade sitzenden
seltsamen Gestalten be-kommentiert (Hauptsache labern). Nach einer Stunde
halbwegiger Ruhe kam die laufende Werbung. Ein Schwarzer brabbelte was auf
bayerisch wegen "Stroßenfest beim Mega-Pork" (lustige Wortwitze kamen ins
Spiel...), diverse andere Gestalten folgten und wollten mit "Freibier ab 16
Uhr" überzeugen. Der dunkelhäutige Mann beherrschte übrigens nicht nur
den bayerischen Dialekt fließend, nein, auch norddeutsch und sächsisch
waren im Programm, das sah doch recht merkwürdig aus. Einer der
Menschwerbungen baute sich vor uns auf, erzählte was von Micky Krause
und irgendeinem Hit (er stimmte ihn auch noch an, wieder grauenvoller
Schlagerdreck, noch dazu supermies intoniert) und daß wir doch kommen
sollten, weil's total lustig würde. Ja, klar, man sah die Lustigkeit
richtig. Manche lagen am Strand wie tot herum, wohl wegen zu viel
Lustigkeit einen Abend vorher...
Nachdem wir angesichts zunehmender Nerverei das Handtuch warfen bzw. packten,
sahen wir auf unserer Flucht immer mehr Lustigkeit:
mit Schubkarren
wurden Flaschen und anderer Müll vom Strand zu den Mülltonnen der
Promenade befördert. Rundrum besoffene und gröhlende Menschen, aber
nicht nur Männer, nein auch Frauen im Suff... Jetzt
bummelten wir noch ein wenig auf besagter Promenade, um den Wahnsinn
noch ein letztes Mal zu bestaunen und ab nach Palma. Die
Stadt ist übrigens sehr weit weg vom Strand, gut 10 km, also laufen
wäre schon recht heftig. Dann sollte man knapp vorm Hafen, am Ende der
Autobahn parken, weiter drin ist's Essig mit Parkplätzen, da muß man
sich durch dichten Verkehr kämpfen und in teure Parkhäuser fahren.
Man sollte also gut zu Fuß sein. Zuerst haben wir uns die
Kathedrale
angesehen und dann weiter Richtung Zentrum. Nettes Städtchen, aber viele Läden
schließen um 20 Uhr, manche um 21 Uhr und danach wird die Stadt trotz Cafés
immer leerer. Wir pflügten uns noch schnell was bei KFC (schon wieder
Fastfood! Hülfä!) rein und dann autofahrenderweise in Richtung Cala Rajada.
Zum 2. Teil, dort geht es weiter...
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