Lanzarote-Tagebuch

April 2007

von UWP

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Tja, besser spät als nie. Ich habe es endlich geschafft, unseren letzten Urlaub in eine fertige Text/Bildform zu pressen und wollte das hier nicht vorenthalten. Ich hatte das ja schon im Mai diesen Jahres angekündigt (*hüstel*, nur leicht verspätet...*räusper*) und bringe es nun tatsächlich auch zu Ende. Wer hätte das gedacht? :) Noch als Hinweis: Links ohne Bilder sind meistens Google-Maps-Links, so kann man nachvollziehen, wo die jeweiligen Ortschaften sind. Und hier kommen sie nun, unsere Lanzarote-Erlebnisse.

Tag 1: Anreise und andere Widrigkeiten

Grundsätzlich versuchen wir beim Fliegen spezielle Plätze zu bekommen, damit man ein bißchen mehr Beinfreiheit hat. TUIFly hat auf diese Wünsche in einer besonderen Form reagiert. Sie nennen diese Sitze XL-Seats und die kosten extra. Beim Vorabend-Checkin war komischerweise kein Bezahlen möglich, wir bekamen die Boarding-Karte und sollten die Gebühr am Abflugtag bezahlen.
Morgens standen wir also entspannt am TUI-Terminal während uns die Frau hinterm Tresen auf Nachfrage zu den Extra-Kosten meint, daß sie nicht zuständig sei. Der Boarding-Pass sei gültig, also sollen wir einfach reingehen. Gut, dachte ich mir: Geld gespart. Das Boarding fängt an und plötzlich werden unsere Namen aufgerufen: bitte meldet euch! Tja, wir hätten nicht die XL-Seats bezahlt. Dazu muß man aber zum HLX/TuiFly-Schalter, der TUI-Schalter hätte damit nix zu tun. Dumm nur: ich hatte nie einen TUIFly-Schalter gesehen. Denn die waren in einem anderen Terminal. Ich bin also hingerannt und und habe entnervt bezahlt. Der Flieger ist nicht voll belegt, weswegen sich auch andere Leute auf die XL-Plätze setzen. Die wohl nicht bezahlt haben. Prompt macht die Stewardess Terz, denn dafür müsse man extra zahlen. Ich weiß nicht, worauf die sich letztlich geeinigt haben, aber die Leute blieben dort sitzen, einer hatte einen Stock dabei, berief sich wohl auf Behinderung oder so. Bei der Security gab es kaum Nerverei, nur durfte man natürlich keine Getränke mitnehmen. Der Flüssigkeitsmangel macht sich beim Flug natürlich wegen trockener Klimaanlagenluft bemerkbar: Hustenanfälle, mein Asthma schlug also voll durch, obwohl ich schon mein Spray vorher inhaliert hatte. Nach einer halben Stunde kam dann endlich die Getränkeausgabe. Wahrscheinlich darf man als Asthmatiker bald nicht mehr fliegen. Die Verbietungsmafia wird schon für noch mehr sinnlose Paranoia sorgen.

Nach der Landung haben wir unser Auto bei Avis abgeholt: Auto: VW Polo Ein schwarzer, fast nagelneuer Polo, 11000km runter. Sehr schön! Dann fuhren wir zum Hotel: Las Cascadas. Dort war die Rezeption leer, aber ein Videophon lächelte uns an inklusive Bedienungsanleitung! Nach kurzer Konferenz über I2eye holte mich ein Mann des Hotels ab und fuhr mich zur Hauptrezeption, welche sich im Hotel Las Gaviotas befindet. Hätte man vielleicht auch zu Fuß gehen können, aber so war's natürlich schneller. Übrigens: 24 horas servicio! Und es warteten einige Engländer an der Rezeption. Dann habe ich einen Safe gemietet (2 Wochen = 34 Euro) und TV erstmal nur für 'ne Woche (21 Euro). Man weiß ja nie, ob das alles so klappt, hier... Kaution Fernbedienung und Safe-Schlüssel lagen bei jeweils 10 Euro.

Dann haben wir ein paar Getränke beim nächsten Shopping-Center gekauft. Das liegt in der Mitte von Matagorda, am Strand und in Fußweite von unserem Hotel. Teuer, bäh, aber Sonntags hat man leider etwas weniger Auswahl und da ist das Center immerhin teilweise offen. Dann gingen wir bummeln auf der Strandpromenade von Matagorda über Pocillos bis wir schließlich bei den Las Grandes Playas Grandes Playas in der Mitte von Puerto del Carmen ankamen. Auf dem ganzen Weg begegneten uns sehr viele Engländer, dies nur als Information für diejenigen, die ein Problem damit haben. Die Insel wird zusehends britischer. Bei der Hamburgeseria Blas versuchten wir, was zu essen. Wir wurden nicht bedient, weswegen wir ein paar Meter weiter zu einem Marrokaner gingen. Der war superfreundlich und schnell. Und heftig starker Espresso, obwohl wir eigentlich Cortado wollten, irgendwo ist immer etwas problematisch. Dann sind wir kurz runter ans Wasser gelatscht und ich habe mich in die Fluten gestürzt. Cymone hat während der Wegzurücklegung schmerzhaft gejammert, da ihre Latschen ihr Pein bereiteten. Also hatte sie sich schwarze Gummiclogs gekauft. Sieht mit den Zöpfen und den Boots aus wie Dark Antje aus Holland: wo Käse in Frieden ruht, harhar. Zurück im Hotel (insgesamt knapp 12 km gewandert!), eine Runde duschen und Horror: unser TV geht nicht! WIR WERDEN ALLE STERBEN! Der Hotel-Mechaniker kommt nicht vorwärts mit anderen Reparaturen, dafür kommt dann morgen 'ne Firma und werkelt. Deshalb haben wir nun einen Tag extra TV von der Rezeption erhalten. Ich empfehle, sich sowas schriftlich geben zu lassen, die sacken nämlich auch gerne mal die Kohle ohne Service ein. Am Abend ging's dann nochmal kurz auf die Piste, aber eher so als gemütlicher Ausklang.

Tag 2: Kurze Rundfahrt

Zuerst zum Strand, welcher direkt vor unserer Haustür liegt: Playa Matagorda Playa Matagorda. Es folgt der obligatorische Sturz in die Fluten. Das Wasser ist sehr sauber und der Strand bietet viel Platz, nicht so vollgequetscht. Nach einer Runde Aufwärmen ging's ab nach Costa Teguise, der zweit-windigsten Ecke der Insel. Hier habe ich wenigstens Reefs bekommen, das sind brasilianische Badelatschen. Superleicht, aber wenigstens zum zuklicken, die Rutschen einem dann nicht so von den Flossen wie z.B. blöde FlipFlops. Außerdem mag ich diese "Zehenschuh-Idee" gar nicht. Und Reefs sind wirklich schwierig zu bekommen. Nun plagte uns der Hunger, also wollten wir beim Chinesen "Golden City" Buffet mampfen. Sehr seltsam: erst machen sie fett Werbung dafür und dann: in 15 Minuten ist's soweit! Also gleich. Äh, man kann auch a la Carte essen. Hallo? Wir wollten Buffet, wie angepriesen! Naja, irgendwann füllten sie dann die Heizflächen. Es war nicht schlecht, aber auch nix Besonderes. Auf dem Rückweg sind wir an Puerto Los Marmoles vorbei, dort liegt immer noch ein nettes, altes Schiffswrack bei Puerto de los Marmoles Schiffs-Wrack im Wasser. Bei der Weiterfahrt sahen wir: der Fortschritt ist unaufhaltsam! Denn: IKEA auf Lanzarote IKEA gibt's nun auch hier! Neugierig, wie wir waren, sind wir da kurz reingehüpft, um zu vergleichen. Die Preise scheinen identisch zu unseren zu sein. Im Hotel bemerkten wir einen ungewöhnlichen Umstand, an den wir uns wohl gewöhnen mußten: TV ging immer noch nicht, wir wurden mal wieder vertröstet auf mañana...

Tag 3: Schwimmen, Shoppen, Schauen

Um 8:30 bin ich aufgestanden, um im Meer ein bißchen Schwimmtraining hinter mich zu bringen. Anti-Wampen-Sport gewissermaßen... Um die Zeit ist der Strand schön leer. Ab 9 Uhr wird's voller in Matagorda, meist alte Deutsche, ab 10 kommen Engländerfluten über die Promenade geströmt.

Nun wollte Cymone auf Schnickschnack-Tour gehen. Ich sagte noch: KEIN PLATZ FÜR SCHNICK UND SCHNACK AUF LANZA! Aber es nützte nix, sie ging Schuhe kaufen. Der Verkäufer war ein lustiger Engländer und beim Gespräch stellten wir fest, daß er sich genauso wunderte wie wir: Seine Landsleute nehmen nämlich jegliche schlechte Qualität und hohe Preise, ohne zu murren, hin. Das war also nicht nur uns so aufgefallen, sondern diese Beobachtung mußte stimmen, wenn der Mann uns zustimmte. Er hatte dafür auch eine Erklärung. Z.B. sollte man in einem Restaurant nix zurückgehen lassen, man weiß nie, was die damit dann hinten machen: reinspucken oder Schlimmeres? Meckern kann also gefährlich sein. Deshalb lassen Engländer die lächelnde Fassade drauf, selbst, wenn sie nach Strich und Faden verarscht werden. Sie werden diesen Laden dann einfach nicht mehr betreten, das ist ihre einzige Gegenwehr, neben Null Trinkgeld. Da immer wieder Touristen nachkommen werden, dürfte das den Restaurantbesitzer wenig stören. Trotzdem gibt es Grenzen und der Mann stimmte uns zu, daß diverse Bedienungen dermaßen unverschämt sind, daß es auch ihn wunderte, warum die Briten so schmerztolerant sind, er sei es nicht.

Jetzt tranken wir Cortado in einer Spielhalle, dort ist das Zeug eigentlich immer empfehlenswert! Als nächstes wollten wir nach El Golfo. Geparkt hatten wir auf der Seite Charco de los Clicos. Dann sind wir an der Grüne Lagune von El Golfo grünen Lagune vorbei zum Ort El Golfo gelatscht. Und schon wieder 'nen Cortado con leche y leche gesüffelt (Restaurantnamen habe ich leider vergessen, Sorry, irgendwas mit Azul). Der Laden war ok, aber der Service etwas lahm. Als Tip: lieber weiter nach hinten zu den Cafés durchgehen, da werden sie freundlich und bemühen sich um ihre Kunden etwas mehr. Übrigens, als nette Anekdote: neben dem Café war ein Wohnhaus, alles direkt am Meer mit Wellen, die an die Klippen klatschen, ca. 10m Entfernung. Brandung vorm Haus, Wäsche naß Vor besagtem Wohnhaus hatte man Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Ein ziemlich idiotisches Unterfangen, da die Gischt durch das Wellenbrechen nicht nur die Wäsche grundsätzlich feucht halten wird, sondern weil das Gewebe auch deutlich mehr Salz abbekommt, als ihm gut tut.

Danach ging's Richtung Los Hervideros Hervideros. Auf der Fahrt kam ein bißchen Sylt-Feeling auf: nicht nur die Klippen hatten gelitten, auch die Straße nach Las Breñas war "cortada", gekürzt, also abgerissen. Nun ging's zurück über Femes nach Puerto Del Carmen. Wir zogen uns lange Klamotten an (nachts ist es hier immer etwas kühl) und fuhren zu Dolce Vita Due am Hafen. Sehr leckerer und empfehlenswerter Italiener, die haben sogar scharfes Essen! Das war so ungewohnt, daß ich danach erstmal Eis brauchte. Und hui: TV geht! Ein Wunder, ein Wunder! Nun gut, wir mußten die Fernbedienung austauschen, weil die erste kaputt war...

Tag 4: Markt, Arrecife und Playa Honda

Mittwochs ist Markt in Arrecife Markt in Arrecife. Am gleichen Tag zwar auch in Playa Blanca, aber Arrecife war für uns faule Säcke dichter dran. Der Markt zieht sich an der Ufer-Promenade hinterm Gran Hotel bis zum Castillo lang hin. Das mag groß klingen, aber er ist eigentlich ziemlich lütt. Nun latschten wir über die Brücke rüber zum Castillo von Arrecife Castillo und sahen uns die Kanonen an. Die dortige, aufgestaute Hitze (überhaupt schien Arrecife dieses Jahr der wärmste Ort der Insel zu sein) machte uns durstig, weswegen wir mal wieder einen Cortado trinken gingen. Zufälligerweise inklusive Bocadillo und zwar in der Hamburgeseria Cuco, welches sich auch an der Promenade befindet, unweit vom aufgemotzten Gran Hotel Arrecife Gran Hotel. Der Bau war übrigens über Jahrzehnte eine Bauruine und stand als Schandfleck der Insel, weit sichtbar, rum. Es scheint sich ein Investor erbarmt zu haben, um den Schandfleck doch noch in etwas Vernünftiges umzugestalten. Danach weiter zur Fußgängerzone, aber ab 13:30 fängt hierzulande die Siesta an, selbst bei den größeren Läden, *grummel*. Also ab zum Centro Deiland am Abzweig Playa Honda. Endlich: Boccatta! Leckere Sandwiches und Bocadillos! Aber das Fleisch war nicht so dolle und Mayonesa kostet nun 20 Cent extra, *doppelgrummel*. Eigentlich wollten wir danach nach Quemada, aber da es schon recht spät war, blieben wir beim Playa Honda. Es lungern an diesem Strand fast nur Einheimische rum, aber eine coole Wurst tat sich auf: Playa Honda / Playa Guasimeta Flugzeugstarts und -Landungen live, da der Insel-Flughafen in Sichtweite liegt. Hier beginnt übrigens auch die Promenade um den Flughafen, auf der man bis Puerto Del Carmen durchlatschen kann.

Trotz des Flughafens ist es hier ruhig, wenig Flugverkehr und supersauberes Wasser. Der Wind nervt hin und wieder, wenn er den feinen Sand hochpustet. At home langes Zeug zum Anziehen geholt und nach Puerto Del Carmen zum Mampfen gefahren. Der Laden hieß Picnic Tropical. Steht noch Chester Fried dran und hat auch noch Chester Fried drin. War ok und günstig, wenn auch eher für den britischen Geschmack. Nun noch etwas Eis und dann ab in die Heia...

Tag 5: Quemada, der steinige Ort

Der Tag begann mit meinem morgendlichen Schwimmtraining, danach haben wir uns dann endlich auf nach Quemada gemacht, zum Strand. Vorher wollte Cymone noch schnell zu ihrem Lieblingsengländer, Schädel-Slipper kaufen. Aber die Größen waren die Falschen, folglich sollten wir abends nochmal wiederkommen. Nun also wirklich: Quemada. Eigentlich ist Quemada im vorderen Teil nur Steinstrand, aber je weiter man nach hinten zu den Badebuchten kommt (Im Grunde Richtung Papagayo), desto sandiger und angenehmer wird's. Dafür muß man aber über Berge kraxeln, ein Wanderpfad ist ausgeschildert. Das war Cymone zu mühsam, sie wollte nur bis zur ersten Bucht, was wir dann auf dem Stein/Sand-Weg untenrum vollbracht haben. Die Badebucht von Quemada erste Bucht ist leider noch recht steinig, das Wasser ist hier arschkalt und der Wind kalt.

Nach dem Rückweg aus der Bucht in Quemada in unser absolutes Lieblings-Lokal der Insel gesetzt: 7 Islas. Hier hat man einen schönen Blick auf's Meer, einfach herrlich! Wir haben zwar nur Cortado getrunken, aber von früheren Besuchen wissen wir: kulinarisch erste Sahne! Und sehr freundlich!

Nun wieder back home, Schließlich ist Playa Matagorda auch sehr nett. Abends haben wir dann Cymones Treter abgeholt, auf Engländer ist doch mehr Verlaß als auf Spanier. Dann wollten wir eigentlich indisch essen: Thursdays closed. Also China-Thai: China für mich, Thai für Cymone, ich mag Thai meist nicht. Nicht, daß ich was gegen Schärfe habe, aber mir schmeckt das Thai-Zeug immer irgendwie "elefantös" und die Kräuter sind auch nicht so mein Ding. Der Name des Ladens: Hong Kong, Avenida de las Playas 35. Superessen, Superservice und wirklich günstig! Übrigens: der Mond liegt auf der Sichel, ich tippe auf abnehmenden Mond. Ist hier wirklich schwer zu sagen...

Tag 6: Orzola, Wellen und Markt in Teguise

Zuerst wieder mein morgendliches Swimming. Die weitere Planung sagt: Orzola. Orzola ist ganz oben im Norden der Insel. Erster Halt dann bei Arrieta. Komisch, haben wir den Jardin de Cactus verpaßt? Früher fuhren wir immer daran vorbei, hier haben sie scheinbar eine Umgehungsstraße gebaut?

Bei den Dünenlagunen vor Orzola Dünenlagunen fuhren wir, ohne anzuhalten, vorbei (wäre aber durchaus einen Blick wert, sieht paradiesisch aus!) und schließlich Ankunft in Orzola. Um zum Strand zu kommen, empfiehlt es sich, gleich im Ort links in einen Feldweg einzubiegen. Trotzdem empfehlen wir eher den Fußweg, mit Auto rumpelt's sehr heftig. Am Ende wartet die Belohnung: ein Playa Orzola kleiner Sandstrand umgeben von Steinen und etwas schmuddelig. Die Wellen sind aber erstklassig! Und kaum seitliche Strömung, also super zum Wellen rollen (also körperlich auf der brechenden Welle bis zum Strand gleiten, endet meistens als Rolle am Strand). Leider waren auch Surfer da, die nerven mit ihren Brettern. Denn es sind meistens Anfänger, die nicht viel Rücksicht nehmen oder aber nehmen können. Trotzdem bleibt's mein gutes Recht, hier zu planschen, wo gibt's hier sonst schon mal ungefährliche Badewellen? Orzola hat den Nachteil, daß ab 17 Uhr die Sonne hinter den Felsen gleitet und im Schatten wird's dann doch etwas kühl. Also machten wir uns auf die Heimfahrt. Über Guatiza und dem Kaktus-Wahrzeichen vor dem Jardin de Cactus Jardin de Cactus. Es war tatsächlich eine andere Straße! Beim Jardin war gerade Kaktusblüte auf den Feldern. Überhaupt war alles supergrün!

Nach dem Kakteen-Gucken (im Kaktus-Garten waren wir früher schon mal, die Felder sind aufregender) weiter in Richtung Costa Teguise durch das Costa-Teguise-Tor. Dort ist Freitags zwischen 18 und 22 Uhr ein kleiner Markt. Wirklich sehr klein und nicht so richtig gut zu finden. Wir empfehlen das Schild Tandarena "Tandarena" (wie passend). Zurück in Puerto Del Carmen endlich mein geliebtes indisches Essen: Asian Palace. Der Anfang lief gut, aber dann verzögerte sich alles bis zum Gehtnichtmehr. Ich will nicht unterstellen, daß wir als Deutsche als bäh unter den englischen Betreibern (selbst der Koch war ein Rotschopf) gelten, aber merkwürdig war's schon. Das Essen war ok, allerdings für den Preis (indisch ist immer teurer) etwas wenig. Lassis sollten als Nachtisch kommen, wurden aber verschlampt. Ich wollte sie dann auch nicht mehr, wir wollten schließlich noch bummeln bevor alles zu ist. Letztlich waren wir im Center auf dem Berg (Biosfera), aber nach 30 Minuten war da auch Schluß. Tja, Pech gehabt.

Tag 7: Playa Blanca und die Salinen des Todes

Heute sind wir früh aufgestanden wegen Mercado in Playa Blanca: Samstag! Dort haben wir zuerst den kleinen Markt gefunden, an der Straße nach Femes. Der richtig Markt in Playa Blanca / Marina Rubicon große Markt ist aber bei Marina Rubicon am östlichen Puerto. Der ist tatsächlich etwas größer aber auch nicht unbedingt ein must-see. Danach mal wieder Bocadillo & Sandwich im dortigen Shopping Center in der Bowling Snack Bar (1. OG) konsumiert, dazu natürlich Cortado. Superlecker, supernette und schnelle Bedienung. Jetzt fuhren wir in Richtung Punta Limones, auf der Suche nach einer Badebucht die wir vor X Jahren dort vorfanden. Beim Hotel Playa Flamingo wurden wir fündig. Trotz heftigem Wind ist der dortige Mini-Strand in einer gut geschützten Bademole bei Playa Blanca Bademole mit Sandstrand. Die Mole war allerdings an beiden Seiten wohl von Stürmen stark mitgenommen, es klaffte ein breiter Bereich zum Meer. Das letzte Mal, als wir die Mole vor gut 3 oder 4 Jahren gesehen hatten, war sie noch fast dicht.

Wir sattelten die Pferde und fuhren weiter in Richtung Salinas de Janubio. Dort gibt es einen netten, schwarzen Strand. Baden ist allerdings etwas problematisch, bei unserem ersten Lanzarote-Besuch vor ein paar Jahren wäre ich fast abgesoffen Schwarzer, gefährlicher Sandstrand bei Janubio dort. Naja, tauchen und auf allen Vieren rauskrabbeln geht ja irgendwie immer. Pah, Baden nicht empfehlenswert & rote Flagge. Alles Weicheier, ich hab's auch überlebt! Wir folgten dem Rest der Straße Richtung El Golfo, um zu sehen, wie weit wir kommen. Schließlich soll die Carretera ja Cortada sein. Aber weit gefehlt, die haben die Strecke repariert, man konnte die alte Strecke aber noch gut sehen, vom Meer halb weggerissen.

Nun fuhren wir wieder back home nach Puerto Del Carmen und versuchten unser Freßglück mal bei einem Monopolisten: Lani's. Diese Kette betreibt mittlerweile zig Restaurants: Indian, Italian, Tex-Mex, Cafés usw. Eigentlich wollten wir Monopolisten meiden, da aber dort immer viele Leute rumhängen, wollten wir's testen. Mal sehen, ob Milliarden Fliegen Recht haben können. Wir testeten also den Lani's Tex-Mex auf der Avenida de las Playas. Zu unserer Überraschung: lecker und wirklich mal scharf und gewürzt. Nette und schnelle Bedienung. Das Manko an der Sache: kleine und teure Vorspeisen, überhaupt teurer als die meisten anderen, das teuerste Essen bisher. Aber immerhin, man kriegt was für sein Geld. Zuhause mußten wir dann unsere Rothäute pflegen ("Ach was, nach der dritten Hautschicht kommt bestimmt die vierte! AUA!"). Das Nachtleben kann man hier sowieso vergessen: no goth culture. Natürlich spinnt der Fernseher mal wieder...

Zum 2. Teil, dort geht es weiter...


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