Gran Canaria-Tagebuch

Oktober 2007

von UWP

UK-Flag Sorry, this page is only available in german ! US-Flag

Anzeige:
T-Shirt Shop von Dicke-Aersche.de

FORTSETZUNG vom 1. Teil...

Tag 8: Sonntag, 'nen Ruhigen machen, ist ja Ruhetag!

Den Sonntag ließen wir ruhig angehen, denn da ist auch hier vieles geschlossen und wenn schon etwas offen hat, ist der Speed-Anteil deutlich runtergefahren. Wir hatten lang geschlafen und fuhren zum Abhängen zum Strand nach Playa del Inglés. Nachts wäre es mir dort zu nervig, man will ja auch mal pennen, aber der Strand ist dort wirklich einmalig schön! Nach dem Sonnen- und Wasserbad fuhren wir weiter zum Faro, also nach Playa Meloneras Meloneras. Wir kämpften uns an der Promenade bis zum Ende von Meloneras vor, das ist nicht ohne, die Promenade ist LANG! Auf der Rückfahrt fuhren wir ein bißchen durch die Pampa, rund um Meloneras rum. Wir fanden Verbots-Schild dieses seltsame Schild, mitten im Nirgendwo, in der echten Pampa. Es erinnerte mich irgendwie an den Eis essenden und Rollschuh laufenden Hund, der plötzlich auf ein Schild stieß, auf dem waren Eis, Rollschuhe und Hunde verboten. "Na Toll" ist der Gedankengang des Hundes und genauso muß ich wohl auch geguckt haben bei diesem Schild. Abends gaben wir uns dann nochmal das Ristorante Roma. Auch der zweite Test verlief lecker. Theoretisch hätte es eine Blues Brothers Show geben müssen, aber die war durch irgendeinen Müll ersetzt worden, naja. Als Abschluß schlabberte ich noch ein paar Calippo Limón, mjam. Warum gibt's die eigentlich bei uns nicht? Hey Langnese: ihr hattet mal so geiles Eis und im Ausland habt ihr's scheinbar immer noch, wieso kriegen wir hier nur den geschmacklosen Mist?

Tag 9: Montag, Golden Moments im Spar-Markt

Heute ging's zuerst ins Yumbo-Centro. Dort gibt's Zeitschriften-Läden mit durchaus großer Auswahl, also holte ich mir erstmal die montäglich erscheinende Zeitschrift, die man englisch mit Mirror übersetzen würde. Zu Hause komme ich da nie zu, da muß der Online-Teil reichen. Tja, im Yumbo findet sich auch das Friseur-Cafe Golden Moments "Golden Moments". Wer es nicht kennt: das ist das Café der beiden Auswanderer Jörg & Fabio Klein. Das ließ sich in einer der vielen Auswandererserien im TV begutachten: wie sie nach Gran Canaria zogen, wie sie den Laden aufbauten (kombiniertes Café mit Friseurstube, nett gemacht!), wie sie mit alldem klarkommen usw. Da dachten wir uns beim TV gucken: wenn wir in Granny sind, gucken wir uns das mal an. Aber die deutsche Gründlichkeit gilt auch in Spanien: Montags Ruhetag. Naja, ich gönn's ihnen, denn mit dem Café dabei dürfte der Arbeitstag durchaus über 8 Stunden hinausgehen und Sonntags ist demnach bestimmt auch offen. Aber wir nehmen uns vor, nochmal herzukommen, um den Kaffee bei den beiden TV-Weltstars (!) zu testen.

Es ging weiter zum Strand, diesmal dicht an der Inglés-Seite: sehr nervig und voll. Als der Himmel zuzog, machten wir uns auf zum Hiperdino, um mal wieder einzukaufen. Dort angekommen, ging der Regen auch schon los, er tropfte bis in die Parkgarage. Gegenüber vom Hiperdino ist ein Spar-Markt, dort holen wir meistens das Obst, denn die Auswahl ist größer, das Obst von der Qualität besser und noch dazu ist es meistens auch noch billiger. Im Spar-Markt hatten wir dann das Erlebnis der 3. Art. Eine deutsche Kundin fragt völlig selbstverständlich eine spanische Verkäuferin: "Haben Sie Rei in der Tube?" Man sollte dazu sagen: hier kaufen viel Einheimische, das ist jetzt also nicht Touri-Strand-Gegend oder so, insofern ist es klar, daß die Deutsch-Kenntnisse der Mitarbeiter stark begrenzt sind. Es folgt logischerweise ein Schulterzucken, was die deutsche Kundin aber nicht davon abhält, die Idiotie weiterzutreiben: "Das ist so... zum Waschen..." Dazu macht sie mit den Händen eine runde Form. Wahrscheinlich denkt die Verkäuferin jetzt: 'Die haben ja lustige Namen für das Wort Ball.' Man sollte übrigens nicht vergessen, daß sie dabei auch noch vor dem Regal mit den Waschmitteln standen, ich denke selber gucken wäre deutlich schneller gegangen, als sich total zum Horst zu machen. Die Frau sollte bei DSDS mitmachen oder so, lustiger geht's kaum, das wahren wahrlich goldene Momente. Abends haben wir dann Essen aus dem Holiday World Center geholt, para llevar natürlich. Nix Dolles, Fast Food halt, aber wenigstens kriegt man viel Fett für wenig Geld! :)

Tag 10: Dienstag, Shopping-Spree

Und wir fuhren schon wieder zum Wochenmarkt von Arguineguin Markt nach Arguineguin. Hm, ich finde es ja unnötig, andererseits kommt man so etwas rum, nur am Strand rumhängen ist auf Dauer ja auch öde, den Tagesablauf etwas mixen kann nie schaden. Während Cymone dem Markt frönt (Schnickschnack!), mache ich Fotos vom Hafen. Dort fand ich eine Boots-Zapfsäule: Schiffs-Zapfsäule, günstig 52 Cent für den Liter Schiffs-Diesel! Also nochmal billiger als an den Auto-Tanken, dort kostet Diesel teure 68 Cent pro Liter! Vom Hafen von Arguineguin hat man übrigens einen wundervollen Blick auf Puerto Rico, ich wette, diese beiden Orte wachsen bald zusammen. Auf dem Rückweg vom Markt gingen wir dann wieder am Centro Ancora vorbei, dort gibt's Klos und Cymone braucht durchaus öfter solche Örtchen und hat deshalb schon Lagepläne im Kopf, wo das nächste Klo sein könnte. Übrigens gibt's im C.C. Ancora einen Thilos Laden? Foxie's Films? Laden, der mich irgendwie an Thilo erinnert hat. Keine Ahnung wieso...

Danach haben wir getankt (Benzin bei superteuren 77 Cent pro Liter!!!) und sind nach Las Palmas gefahren, denn das Wetter zog sich mal wieder etwas zu. Und bei miesem Wetter ist ein Ortswechsel immer gut, denn irgendwo ist auf einer kanarischen Insel immer Sonne. Diesmal fuhren wir zum Centro 7 Palmas. Das ist ein relativ neues Mega-Centro (naja, neu, ein paar Jahre halt), in dem es sogar einen Mediamarkt im C.C. 7 Palmas Media-Markt gibt. Nachdem ich meine Fotos gemacht hatte, wies man mich auf ein allgemeines Fotoverbot hin. Schade. DVDs sind superbillig gewesen, Topfilme gab's ab 3 Euronen. Allerdings geht das hierzulande auch schon in diese Richtung. BD- und HD-DVD-Medien waren dagegen fast so teuer wie bei uns. Vieles andere auch, der Euro scheint den europäischen Markt stark geglättet zu haben. Was aber extrem hip und viel rumstand: Festplatten als Multimedia-Recorder! Also nicht nur zum Abdudeln wie hier, nein, immer mit Aufnahmefunktion! Und deutlich günstiger als hier: für eine 500GB-Disk mußte man nur 139 Euro zahlen. Hier kommt man vielleicht als Nur-Abspiel-Plattform auf diesen Preis, aber kaum kommt die Aufnahmefunktion hinzu, kostet's gleich 100 Euro mehr. Danach machten wir uns auf zum Centro Las Arenas. Siete Palmas mag nett sein, wegen dem Mädchenmarkt, aber sonst ist nicht viel Brauchbares drin und außerdem ist es etwas weit vom Schuß. Las Arenas dagegen ist am Playa de Las Canteras. Und Las Arenas ist ein Schnickschnackparadies für Cymone. Sie kaufrauschte also ein wenig, während ich Cortado und frischen Fruchtsaft trank. Dort gibt's auch eine Eisdiele, die hat Sorten, da bekamen wir dicke Augen: Neben Kinderschokoladen-Eis (was im Gegensatz zu anderen Eisdielen, die behaupten, diese Sorte zu haben, wirklich so schmeckte!) und anderen Sorten aus der Süß-Fraktion unter anderem ein supersüßes Eis, was anfangs total eklig war, von dem man aber nach 2-3 Schlecks total süchtig wurde. Es ist rosa, heißt Chicle und die sprechen das dort auch so aus, wie man's schreibt, das englische "Tschickl" verstehen sie nicht so richtig. Ich empfehle auch deren andere Eissorten, geniales Zeug! Promenade Playa de Las Canteras Las-Canteras-Promenade dran und wir landeten schließlich bei Casa Chen, einem chinesischen Restaurant. Das Buffet war hier deutlich besser als in der Muelle und das bei günstigerem Preis! Und da der Shopping-Tag noch nicht enden wollte, hielten wir auf dem Rückweg zur Heimat in Telde an. Dort heißt es Centro Estrella, aber der Witz ist eigentlich eher ein supergünstiger Supermarkt namens Al Campo mit unendlicher Auswahl, der hat ein bißchen was von Metro-Märkten. Diesmal war Schnäppchen-Tag: "¡Mas de 1000 Articulos a 1 Euro!" Dazu gab's den lustigen Subtext: "¡Ahorro esta en el precio!" Was so viel heißt wie: Die Ersparnis ist im Preis! Wer hätte das gedacht? At home hieß es dann wieder Tierchenjagd ( Heuschrecke bei Nacht? Outdoor-Tierchen gibt's auch...), aber es hielt sich in Grenzen. Immer merken: eßbares gut verschließen, keine Früchte rumliegen lassen und auf dem Mülleimer sollte immer ein Deckel liegen!

Tag 11: Mittwoch, Echte Golden Moments und bizarre Party-Momente

Wir begannen den Tag im Yumbo-Center, Cymone brauchte neues Lese-Material. Dann saßen wir endlich im "Golden Moments"! Fabio Klein im Golden Moments Fabio bediente uns (Jörg scheint abends dran zu sein) und erzählte uns auf Nachfrage, daß die gesendeten TV-Aufnahmen vom Juni waren. Ich hatte eher gedacht, sie seien von vor einem Jahr gewesen, aber das ist wohl der Unterschied zwischen Staats- und Privat-TV: letztere sind deutlich schneller. Laut seinen Angaben hätten im November weitere Folgen gesendet werden müssen, da wurde wohl im August nochmal gedreht. Die Folgen liefen aber erst im Januar. Auf jeden Fall ist der Kaffee und das Eis genießbar. Vielleicht sollte Cymone sich hier ihre Haare nächstes Mal knüppern lassen? Okok, war nur'n Scherz, dürfte hier unbezahlbar sein. :) Trotzdem ein nettes Café, sehr empfehlenswert!

Danach machten wir uns auf zum Strand, diesmal wieder die FKK-Strand in Maspalomas Maspalomas-FKK-Seite. Dort ist immer ein bißchen mehr Sonne, denn das Wetter war auch wieder nicht so dolle. Es war zwar warm, aber wolkig. Nach dem Sonnenbad (und anderen Bädern) kam der Hunger und wir ließen uns im Casa Juan nieder, einem Restaurant am Ende des "Hafenstrands". Halber Hahn mit Pommes und Salat waren sehr lecker. Das günstigste Essen bisher! Ok, außer Fast-Food vielleicht, das ist manchmal billiger. Danach gingen wir zum Centro Metro (nein, es heißt nur so, ist relativ klein, hinterm Kasbah Centro) und dort fand ich endlich ein Internet-Café, in dem ich meinen USB-Stick mit DSL-Linux ausprobieren konnte. Klappte gut, nur hatte der Rechner nur 128 MB RAM und da ja untendrunter das leidige Windows lief, war das etwas nervig. Der Besitzer stand mehrmals hinter mir und sah sich das an, was ich da machte, aber gesagt hat er nix. Dann wollte Cymone zur irischen Ecke, dort ist abends ein kleiner Mini-Markt aufgebaut. Nachdem das erledigt war, fuhren wir nach Puerto Rico Puerto Rico. Das hatten wir abends noch nie gemacht. Es war völlig abgedreht. Man fühlte sich wie auf dem Straßenstrich in Bangkok, so nervig wurde an einem rumgezerrt und dabei wurde man heftig zugetextet. Jede/Jeder Anquatscher/in wollte uns in seinen/ihren Laden locken. Dazu gab's Halligalli in heftig, schließlich war hier größtenteils britisches Volk unterwegs und wenn die Open End hören, saufen die auch bis tief in die Nacht. Daß das nicht geräuschlos abgeht, dürfte klar sein. Uns hielt man beim Anlabern mal wieder für Finnen. Hm. Die meisten Finnen, die ich kenne, sind total durchgeknallt. Sehen wir etwa durchgeknallt aus??? Wohl kaum. Naja, ich verschärfte die Lage dann durch ein "Höllegin Göllegin", dem finnischen Prost und schon waren noch mehr Arm-Paare dabei, an uns rumzuzerren und uns schon auf dem Weg einen einzuschenken. Aber wir entkamen, YIPPEE! Nun war Entspannung angesagt und wir fuhren zum Playa Amadores. Da habe ich dann noch ein paar Nachtbilder Playa Amadores Nachtbilder gemacht, bis es anfing zu regnen. Im Hotel hatten wir neue Nachbarn, diesmal Engländer. Keine Sorge: Engländer, die in Maspalomas übernachten, wollen wirklich Ruhe und Schlaf. Aber etwas oberprollig kamen sie schon rüber: Rauchen mit Kleinkind auf dem Arm sieht irgendwie Scheiße aus, vor allem, wenn das Kind stetig vor sich hinhustet. Hatte was von Talkshows im Nachmittags-TV. Blieben aber nett und freundlich, insofern kann's uns Wurst sein. Muß ja auch mal erwähnt werden: ja es gibt nette Engländer und ich würde sogar sagen, sie sind deutlich in der Überzahl! Aber die miesen 10% fallen einfach mehr auf, das trägt wohl eher zum schlechten Image bei...

Tag 12: Donnerstag, Triana in Las Palmas

Zuerst wieder zum Playa del Inglés bis Maspalomas Dunas Playa, da aber das Wetter wieder auf Verdunkelung schaltete, entschieden wir uns mal wieder für Las Palmas. Übrigens: es ist nicht so, daß es hier dauernd regnet, auch wenn das bei meinem Geschreibsel so klingt. Im Gegenteil, trotz Wolken hatten wir immer auch Sonne und kalt war es nie.

In Palmas gibt es einen Stadtteil namens Triana. Dort gibt es eine Fußgängerzone und alte Häuser in Triana viele alte Gebäude, eine Kathedrale usw. Sehr nett anzusehen, unbedingt ansehen! Am Rande der Fußgängerzone gibt es das Hotel Madrid, welches auch ein Café beinhaltet. Dort haben wir den üblichen Leche-Leche-Cortado getrunken und fingen dann an, durch die Straßen zu bummeln. Die spanische Armada (klingt irgendwie komisch, muß dauernd an Schiffskriege mit alten, englischen Schiffen denken, dabei heißt Armada schlicht Armee) suchte auf der Fußgängerzone nach Freiwilligen. Haben die Spanier eigentlich noch Wehrpflicht? Sieht mir eigentlich nicht danach aus. In der Calle Peregrina befindet sich ein netter Comic-Laden mit viel Auswahl, alles spanisch natürlich, aber klasse zum Spanisch üben! Zuerst hatten wir uns überlegt, von hier zur Muelle zu laufen, um dort zu essen. Palmas ist aber nicht so klein, wie man denkt, wir entschieden uns dann doch für's Fahren. Faule Säcke, ich weiß. Bei Boccata kurz gemampft, aber irgendwie haben die stark nachgelassen, das war erstmal das letzte Mal Boccatta...

Tag 13: Freitag, TURBO-PUB!

Tagsüber Strand, abends dann: UWP im Turbo Pub! TURBO-PUB! Am Wochende ist hier die Hütte voll und der Bär steppt. Wobei eine Tanzfläche schon schön wäre. Ich seh doch so gerne, wie die Leute zappeln! Ich probierte Arehucas-Cola, aber auch hier das übliche Problem: Kaum Cola drin. Wenigstens sagte der Barkeeper im Turbo Pub Barkeeper, daß er bei Stop aufhört, den Rum reinzukippen. Da ich nix sagte (oder hörte er mich nicht? Hm, die Erinnerung ist schwach...), hatte ich einen Berg Suff im Glas, wo keine Cola reinpaßte. Oh-oh... Interessant: Daneben gibt es noch dazu eine weitere heavy-Bar, Metal scheint zur Zeit wieder Hip zu sein. Vor ein paar Jahren sah das fast so aus, als müßte auch bald das Turbo-Pub dicht machen (daneben war viel Leerstand), aber das scheint nun ausgestanden zu sein. "Wohlgenährt" kehrten wir heim, hicks.

Tag 14: Samstag, das teure Fressen und das gute Essen

Wir begannen den Tag mal wieder an unserem geliebten Playa, aber diesmal war es ziemlich windig. Nach einer Stunde Sand fressen war Strand erstmal gegessen. Also wieder Las Palmas. Diesmal die obere Strand-Hälfte von Las Canteras, sehr schön hier! Vor allem für Sonnenuntergang beim Playa Las Canteras Sonnenuntergänge. Abends dann in einer Seitengasse Cortado getrunken. Leche-leche largo scheint sich duchzusetzen, da muß bestimmt bald ein neuer Name für den Cortado her. Vielleicht "Largado"? Zum Essen gingen wir zur Muelle, dort gibt es nicht nur im 2. OG den Fast-Food-Court, im 3. OG sind auch richtige Restaurants. Zuerst dachten wir, bei "VIPs" zu essen. Aber einen Burger für 8 Euro??? Hallo??? Noch ganz dicht??? Auch die diversen anderen Restaurants dort waren eine Preisklasse höher. Klar, 3. OG statt 2. OG, muß ja gehobene Preisklasse sein, haha. Wir fanden dann aber doch den Café-Part des Restaurants Churreria Guyarmina einladend genug und es war sehr preiswert und lecker! Ach ja, da wir meistens in der Muelle parken, dort aber dieses 3-Stunden-Limit gilt und man danach bezahlen muß, war ich zwischendurch einmal raus und um den Block gefahren. Und mit mir eine Meute Leute, die das genauso machten. Die Welt ist voller Knauser. :) Aber: wieso sieht man dann einige von denen im teuren VIPs hocken?

Tag 15: Sonntag, Terror in Teror

Sonntags ist Markt in Kirche und damit Zentrum von Teror Teror. Schon die Fahrt nach Teror ist echter Terror. Empfehlenswert ist nur der Weg über Las Palmas. Fährt man vom Süden quer durch die Insel, dauert's ewig, da kommt man wahrscheinlich erst dort an, wenn der Markt schon wieder zu ist. Immerhin gibt's in Teror auch anderen Tand und nicht nur den normalen Tinnef. Viel Christen-Zeug, Jesusse, Madonnen usw. Und: Sonntags ist Gottesdienst, da war sozusagen der ganze Ort in der Kirche. Dadurch kann man auch mal einen Blick reinwerfen, das Ding ist uralt. Eine Kathedrale in Arucas viel interessantere Kirche findet sich in Arucas (nicht zu verwechseln mit dem Rum), wo unser nächster Stop war. Danach am Atlantik vorbei Richtung Agaete und dem Dedo de Dios. Das war mal ein langer, schmaler Felsen ("Finger Gottes"), der vor dem Hafen von Agaete aufragte. Ein Sturm hatte ihn abgebrochen und ich wette, da wird es jetzt mächtig viele abergläubische Geschichten zu geben, was alles böses passieren wird. Dabei war es doch nur ein Felsen... Die Wellen hier sind trotzdem kraß und hoch, der Wind ist stark. Das ist die Westseite der Insel, offener Atlantik, sehr schön! Bei Agaete gibt es weiter nördlich eine Art Naturschwimmbecken, auf jeden Fall einen Blick wert! Cymone wollte hier eigentlich Fisch essen, aber frische Dorade ist so 'ne Sache. Sie entschied sich gegen das Kotzen und wir fuhren zurück nach Palmas zum Centro Las Arenas. Die Läden hatten zwar zu, das Parkhaus aber nicht. Und dieses Parkhaus kostet nix. Auf der Promenade bummelten wir solange, bis wir zu "MW Buffet King" kamen, einem Buffet-Chinesen. Das war das beste China-Buffet ever, deshalb hier die genaue Adresse: Calle Luis Morote 61. Riesenauswahl! Und so bizarre Sachen: Spanferkel, Mjam! Danach habe ich mich noch an Nachtbildern vom Playa de Las Canteras und in Hotel in Meloneras, nachts Meloneras versucht. Aber letztlich fielen wir doch todmüde ins Bett.

Tag 16: Montag, Alle gut zu Vögeln

Zuerst Yumbo, dann Strando. Haha. Diesmal nicht die FKK-Ecke. Komischerweise hatten wir irgendwie die Vögel-Ecke erwischt und damit meine ich nicht unsere gefiederten Freunde. Ein Spanier fing irgendwann an, wie ein Karnickel auf dem Hinterteil seiner Angebeten rumzuhoppeln. Dieses schien ein deutsches Pärchen zu Extrem-lahm-Tantra zu animieren. Ich hatte gedacht, sowas gibt's nur weiter hinten in den Dünen, aber nicht direkt hier am Strand. Vor allem, wo die spanische Ordnungsmacht bei sowas gnadenlos ist und hohe Strafen verhängt, das ist immerhin ein streng katholisches Land hier. Naja, mir war's Wurst, mich stört's ja nicht. Im Gegenteil: gestört hat es eher die Treibenden, denn hier spielten viele Kinder Ball oder Frisbee und das landete natürlich hin und wieder bei den Kopulierenden. Cymone hatte das Schauspiel teilweise verpaßt, weil sie eingepennt war. Sie war etwas sauer, daß ich sie nicht geweckt hatte und sie so nicht die volle Länge der Darbietung mitbekommen hatte. Und da heißt es immer, nur wir Männer seien Spanner, tz. Hätte ich Fotos machen sollen oder gar filmen? :)

Nach längerer Bratzeit brauchten wir Kühlung und etwas zum richtig aufwachen. Also gingen wir zu MäcSchmeck auf der Hafenstrand-Promenade von Inglés und holten uns einen Helado y Café. Also das ganze Kaffee-Zeug können die hier echt großartig! Und dann sieht man Schilder wie: "aufgebrühter Tchibo-Kaffee wie zu Hause!" Brrr, da schüttelt's mich richtig vor Magenkrämpfen. Nach dem Heimdusching kamen wir wieder zurück zum Strandhafen. In einem Restaurant Gorro "irgendwas" aß ich einen Tortilla Española (das können die fast genauso gut wie Kaffee), obwohl der gar nicht auf der Karte war. Himmel, nicht-ITIL-konformes Essen! Problemlose Spezialwünsche! Sofort dem Change-Management erzählen! Aber ich schweife ab... Nun noch ein paar Nachtbilder in Meloneras (der Der Leuchtturm bei Maspalomas/Meloneras Leuchtturm macht nachts echt was her) und danach ab in die Heia.


Tag 17: Dienstag, Vegueta

Zu Beginn des Tages war natürlich Strandzeit. Diesmal wieder FKK, denn Nackte vögeln nicht einfach so rum. Ohne Hose kann man nicht einfach zwischendurch bei "Störungen" oder so aufhören, das wirkt dann etwas seltsam "angespannt", wenn die Möglichkeit einer Hosendeckung fehlt. Es mag Strände geben, bei denen das anders ist (z.B. der Papagayo in Lanzarote), aber hier hatte ich das noch nicht erlebt. Nachdem unsere Körper genug erhitzt waren, fuhren wir mal wieder nach Las Palmas. Diesmal nach Vegueta. Der Stadtteil ist südlich von Triana, dort finden sich nette Straßen und eine Kathedrale in Las Palmas Kathedrale (hm, die ist so'n bißchen zwischen Triana und Vegueta). Weiter nördlich findet sich eine interessante Straße: Paseo de Tomas Morales. Dort fand sich eine Videothek, die günstig Gebraucht-DVDs und -CDs vertickte und ein Comic-Laden an der Ecke Calle Murga. Der hatte aber leider fast nur Marvel und DC Comics, der Laden in der Calle Peregrina war deutlich besser. In der Muelle hatten wir kurz gegessen und dann passierte es: ich verfuhr mich im Moloch Las Palmas. Auf einmal waren wir inmitten der Hochhaustbauten auf dem Berg. Ganz oben wurde es dann richtig bizarr: ein fettes Luxus-Hotel am Ende der Straße! Erst fährt man eine Stunde durch die Slums und dann kommt man zu so einem Prachtbau. Naja, der Ausblick von hier oben war jedenfalls überwältigend, alleine das war's wert!

Tag 18: Mittwoch, Abschied

Der letzte Tag brach an und ich machte mich nochmal früh raus, um den dicken Barranco und Naturschutzgebiet beim Leuchtturm Barranco beim Faro zu knipsen. Plus der Naturzone: das Ende des Barrancos ist Sperrgebiet, dort dürfen nur Tiere rein. Man hört irre viel Vogelgepiepe, eine echte Oase. Zum Gucken nochmal die Strände von Inglés und Agustin angefahren. Wird jetzt wohl längere Zeit keinen Sommer geben, *schnüff*. Am Flughafen das übliche, perverse Ritual: Getränkeverschwendung am Flughafen kurz vor dem trockenen Kontinent Afrika werden Getränke en masse vernichtet, nur weil die Duty-Free-Läden ihren Scheiß sonst nicht loswerden. Mit Sicherheit hat das sowieso nix zu tun, das kann einem jeder Chemiker sagen. Traurig, traurig, daß die Politik so völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Eine Schande, so eine Resourcen-Verschwendung! Der Flug selbst war mit Zwischenstop in Teneriffa. Immerhin hatte die Reservierung der XL-Seats geklappt und die behielten wir auch nach der Zwischenlandung. Ach ja, als letzte Info: Wir sind auf dieser Insel in 18 Tagen Strecke in 18 Tagen: 1580 km 1580 km gefahren. Das ist zwar leicht unterm Schnitt (wir hatten auch schonmal 2200 km in 14 Tagen abgeritten), dafür zeigt es aber, daß wir durchaus viel Ablenkung hatten, ohne unsere Ärsche zu bewegen.

Das Fazit bleibt: es ist unsere Lieblingsinsel!


Besucher auf der Seite:
(seit 14. Februar 2008)
digit digit digit digit digit digit digit digit

Valid HTML 4.01 Transitional