Urlaubs-Tagebuch Fuerteventura

März 2006

von UWP

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Als wir dieses Mal in den Urlaub fuhren, dachte ich mir, daß ich mal ein Tagebuch mitschreibe, schließlich hatte ich mir gerade einen Palm gekauft und für irgendwas mußte das doch gut sein. Deshalb hier mein Tagebuch des diesjährigen Fuerteventura-Aufenthalts...

Tag 1:

Morgens um 6:30 Uhr aufgestanden. Das Gepäck hatten wir schon einen Abend vorher zum Flughafen gebracht. Um 8:20 waren wir am Airport Berlin-Tegel angekommen und genehmigten uns noch ein Brötchen. Dann anstehen beim Pre-Boarding, also Sicherheitskontrolle. Trotz 2 Kameras (Foto & Video) nur kurz angeeckt und zwar ausgerechnet mit einer Mini-UV-LED-Lampe. Nachdem ich den Aufseher von der ordnungsgemäßen Funktion überzeugt hatte, war alles ok. Der Flug selbst war unspektakulär, bemerkenswert ist lediglich, daß trotz Verspätung (in Frankreich streikten mal wieder die Fluglotsen, deswegen Chaos an Europas Himmelspforten) einige Plätze leer geblieben waren. Den Mietwagen bei Hertz abholen ging auch noch, aber sie drückten mir eine Reifen-Versicherung auf. Wer die Straßen Fuerteventuras kennt, weiß, daß das Sinn machen kann. Der Wagen war ein relativ neuer Skoda Fabia, Skoda nur 16000km runter, dafür natürlich nicht ganz so viel Profil auf den Reifen. Also wie immer auf diesen Inseln, für eine Firma mit dem Namen Hertz aber hätte ich zwar mehr erwartet, aber immerhin knapp 5mm Profiltiefe. Damit wäre auch der deutsche TÜV zufrieden.

Das Hotel namens Palm Garden war dagegen besser als erwartet. Im 6. Stock mit Blick auf Strand und Meer, Meerblick das hatte schon was. Wir sind dann abends noch in Jandía rumgelaufen, aber es war komischerweise wie ausgestorben. Auch beim Chinesen essen war schräg. Normalerweise muß man den Reis auf den Kanaren immer extra zahlen. Als die Chinesin jedoch bemerkte, daß wir aus Deutschland sind, machte sie prompt das Angebot "Reis inklusive". Das Essen war gut und viel, aber wir blieben trotzdem die einzigen Gäste im "Gran Capital" (in dem es wohl mangels Kundschaft kein Buffet gab).

Es schien ein wenig, als wenn die "deutsche Ecke" (also Jandía) der Insel noch ausgestorbener als sonst war. Könnte es sein, daß sich viele Deutsche einen Fuerteventura-Urlaub nicht mehr leisten konnten? Wie auch immer, nach diesem stressigen Tag fielen wir tot ins Bett.

Tag 2:

Ab 10:30 wurden wir simultan wach. Cymone meinte, schlecht geschlafen zu haben. Die ganze Nacht hatte der Wind laut geheult. Ich dagegen hatte gepennt wie ein Baby und war ausgeruht wie selten. Dann machten wir einen kleinen Einkaufsbummel zwecks Eis-Beschaffung und gingen an den Strand.

Dort bauten wir ein Strandzelt auf, denn auf Fuerte windets heftig und wir hatten extra eine Sturm-Muschel von Louis gekauft. Diese hatte sogar Sandtaschen und war tatsächlich deutlich stabiler dadurch. Da Cymone es nicht so mit praller Sonne (Kopfschmerzen a la rothaarig), aber auch nicht mit kaltem Wasser hat, mäkelte sie rum, daß ich bei meinem ersten Plansch-Ausflug ins Meer nackig gegangen war. Denn sie wollte sich eigentlich meine nasse Badehose zwecks Kühlung auf die Stirn legen. Also tat ich ihr beim nächsten Mal den Gefallen. Muß seltsam ausgesehen haben: der Unentschlossene, mal FKK, mal nicht. Letztlich half auch ein Sudoku-Heft nix, nach 3 Stunden Grillen gab auch ich auf und wir gingen zum Hotel zurück.

Nach dem Duschen fuhren wir nach Caleta de Fuste oder jetzt: Costa Caleta. Und zwar zwecks Einkauf. Da in Jandía die Supermarktkette Netto ein Quasi-Monopol (außer beim Shopping-Center Ventura und in Morro Jable, dort gab's noch halbwegs günstige Padillas/Eurospar) hatte, waren die Preise total überteuert (teilweise mehr als 200% des hiesigen Preises), also kauften wir dort ein, wo auch die Einheimischen kaufen, nämlich beim Padilla-Eurospar im Centro Atlántico. Obst war dort zwar ähnlich teuer, aber der Rest war deutlich billiger, wir sparten gut 20 Euro. Zudem gibt's dort nicht nur einen Supermarkt, nein, auch Schuhläden für Cymone, Informatica-Shops für mich, dazu McDonalds McAuto und Burger King. Aber am wichtigsten: Bocatta! (leider mit Grütz-Flash-Filmchen, sehr schlecht gemachte und gewartete Website, aber wenigstens gute Produkte)
Diese Kette hat ein super-leckeres Sandwich im Angebot, das Bocadillo Lomo con Queso y Pimientos. Also warmes, zartes Schweinefleisch mit Paprika und Käse überbacken im knackigen Baguettebrot. Und der Café Cortado ist auch ok, auch wenn es sicherlich bessere gibt. Danach sind wir dann durch Caleta gelatscht und dort war High-Life in Tüten. Allerdings sind dort meistens Engländer und die scheinen keine Wirtschaftskrise zu haben. Wobei auch hier früher mehr los war.

Auf dem Rückweg hatten wir noch kurz in Gran Tarajal gehalten, aber die Karnevals-Session in der Woche war da schon zu Ende (22:30), naja, ging ja noch weiter bis zum Wochenende. Da mir einer der Reifen des Wagens etwas platt vorkam, fuhr ich dann an eine Tanke und bemerkte, daß alle Reifen nur 1,5 bar hatten. Ich pustete sie also bis 2 bar auf. Jetzt stellt sich die Frage: warum waren die so platt? Muß das hier so sein?

Tag 3:

Ein seltsamer Tag. Wir latschen über den Trödelmarkt in Jandía und denken an nix Böses, da ruft jemand von der Seite: "Ich glaub's ja nicht!" Es war Laila, Laila die mal eben mit ihrer Mum eine Woche Urlaub hier gemacht hat. Sie gehört auch zu den wenigen, die bei Kälte in Deutschland gerne mal in den Süden fahren.

Danach sind wir dann noch etwas mit dem Auto rumgekachelt, Richtung Butihondo/Esquinzo. Hinterher dann nach La Pared, wo ich mich ein wenig in die Wellen La Pared der Westküste geworfen hatte. Danach dann nach Costa Calma (oder früher: Cañada del Río) zum Essen. Von früheren Besuchen auf dieser Insel kannten wir ein leckeres Restaurant: "El Jardín". Sehr empfehlenswert, besonders die Pizzas sind sehr lecker!

Tag 4:

Auf nach Corralejo. Zum Trödelmarkt. Auf dem Weg in Costa Caleta gehalten, gemampft und gepinkelt (das ist durchaus erwähnenswert, denn funktionierende Klos sind eine Seltenheit auf dieser Insel). Trödelmarkt gesucht, nur eine Baustelle gefunden. Nun ist er beim Baku Park. War nicht dolle. Danach durch Corralejo gebummelt. Schließlich nach El Cotillo El Cotillo zum Strand. Viel Wind, trotz Strandmuschel weht Sand rein, Grummel. Geschnorchelt und am Schluß Castillo Castillo geknipst. Zurück nach Corralejo zum Schnickschnacken und Mampfen im "Sweet Burger" (war auch schonmal besser, *mäkel*).

Dann Rückreise über Gran Tarajal. Dort der Carnaval-Bühne zugesehen. Thema war "Horror", war aber letztlich nur die Aufmachung, die auftretenden Gruppen hatten wenig mit Horror zu tun. Kurzausflug zum Mini-Rummel neben der Bühne, Los Toros beim "Texas"-Gefährt Los Toros betrachtet und dem netten Lied "Tribu Comanche" von Zapato Veloz gelauscht. Schließlich Heimfahrt nach Morro Jable.



Tag 5:

Zuerst zum Markt nach Costa Caleta. Cymone orderte eine chinesische Massage, ich die normale. Kann ich nur empfehlen, sollte es bei uns auch endlich mal geben, bisher kannte ich mobile Massagen immer nur aus Amiland.

Dann durch Caleta gelatscht. Den Strand Caleta Beach haben sie vergrößert und verschönert, aber auch hier weniger Touristen, obwohl es doch eher die englische Ecke ist. Haben die auch Wirtschaftskrise? Ich dachte immer, denen geht's gut...

Danach zum Centro Atlántico und die Promenade Atlantico Promenade und den dortigen

Teil-Strand Atlantico Playa abgelatscht (ist ja im Grunde noch Caleta). Dann nach Puerto del Rosario (Ehemals Puerto de Cabras, also Ziegenhafen) gefahren, war aber zu öde, also weiter nach Corralejo.

Dort war Carnaval, Carnaval Corralejo also der Umzug dazu. Mittendrin blieb einer der Wagen liegen, aber hier ist man Chaos ja gewohnt, irgendwann ging's dann weiter. Hier war es zwar voll mit Menschen, trotzdem waren das vor ein paar Jahren IMHO mehr. Nunja, nachdem ich noch ein Bocadillo mit Spanferkel (plata asado?) beim dazugehörigen Festplatz vertilgt hatte, ging's zurück nach Jandía.



Tag 6:

Am Strand in Jandía rumgelegen. Sonntag ist noch toter. Der superteure Netto hat neben ein paar Cafes am längsten auf: bis 22:00...

Tag 7:

Der Tag fing Scheiße an. Nach durchröchelter Nacht (leicht erkältet) fing morgens um 7 Gehämmer an. Toll, 1 Woche war ruhig und nun das! Bei der Rezeption beschwert, aber die wollte mich nur hinhalten, von wegen Nachbar Privat-Apartment, dabei rannten überall auf den anderen Balkons Bauarbeiter rum. Dann zur Neckermann-Tante, die wollte uns was von "Bauarbeiten sind in Vorsaison möglich, steht im Katalog" erzählen, leider hatte ich über Internet gebucht, da dürfte das Pillepalle sein. Mal sehen, wenn's morgen nicht besser wird, gibt's Ärger.

Ansonsten durch die Gegend gekachelt: Butihondo, Esquinzo, El Salmo (also an der neuen und leeren, sowie nachts komplett beleuchteten Autobahn des Südens vorbei), am Playa Sotavento Playa Sotavento kurz ins Wasser gehüpft und weiter nach Costa Calma. Danach dann an La Pared vorbei nach Ajuy und riesige Wellen Ajuy bestaunt. Todmüde zurück und in Morro Jable noch Bocadillos (con Cochinillo, also Spanferkel) y Papas Locas para llevar bei "Burguer Sili's" zum Abendessen geholt. Der Laden ist ok für 'nen Imbiß, vor allem freundlich.



Tag 8:

Sie haben halbwegs Wort gehalten. Baulärm erst ab 10 Uhr, so daß wir tatsächlich halbwegs ausschlafen konnten. Dann zum Shopping-Center Ventura, Ventura um ein paar Fotos vom fast völlig leerstehenden Center (sehr bizarr, nachts Ventura nachts voll erleuchtet, muß eine Abschreibungsruine sein) zu machen.

Dann noch kurz am Strand rumgammeln und planschen. Sogar Cymone Cymone war im Wasser, denn heute war es relativ windstill und damit war es warm genug für sie, sonst schnattert sie voll rum. Nunja, für Cymone ist Fuerteventura sowieso die Kopfschmerzinsel wegen wenig Schatten. Diese Insel werden wir uns wohl demnächst schenken müssen. Am Abend waren wir noch in Richtung Cofete gefahren, bis die Teerpiste in Steinpiste überging. Da gibt's einen netten Urnenfriedhof. Friedhof

Danach auf der Rückfahrt bizarre Begegnung mit der Guardia Civil. Am Eingang von Morro Jable hielten sie uns an und wollten nur in den Kofferraum sehen, nichtmal die Papiere wollten sie sehen. Mampfen dann mal wieder bei "Que Rico" (oder "Ricco-Ricco"? Es stehen beide Namen dran). Wirklich empfehlenswert, im Gegensatz zur sonstigen hiesigen Service-Wüste (nach La Palma die unfreundlichste Insel, nur Asiaten und Italiener sind hier freundlich) ist die Bedienung nett, zuverlässig, korrigiert etwaige Fehler der Kommunikation (z.B. wenn was anderes geliefert wird als man eigentlich bestellt hat) und das Essen ist auch noch gut und nicht zu teuer. Danach noch bis zum "Stella Canaris"-Hotel gebummelt und dort eine recht eigenwillige Version des Queen-Musicals angesehen. For free, war ganz lustig.

Tag 9:

Heute mal wieder durch die Pampa gegurkt. Zuerst die einstmals nette Palmenallee am Playa von Tarajalejo Tarajalejo bestaunt. War ziemlich ausgedörrt, schade. Hätte man was draus machen können. Dann weiter nach Giniginamar, da war aber fast nix. Dann Richtung Westroute nach Tuineje und Pajara. In Pajara haben wir sogar gehalten und sind etwas rumgelaufen. Sehr aufgemotztes Dörfchen, nette Kirche, Pajara schick, schick. Dann über Betancuria weiter nach Los Molinos. Dort die Wellen bestaunt und in einem Mini-Cafe mit noch schlechterer Bedienung als sonst (die hatten keinen Bock auf kassieren, nichtmal, als ich hingegangen bin) einen Cortado und einen Café con Leche getrunken. Danach weiter über Tefia nach El Cotillo. Diesmal am Surfer-Strand in die großen Wellen gestürzt, war klasse! Kaum Sand gefressen beim rumwirbeln. So ist's brav, das Meer.

Danach nach Corralejo und mein Lieblingsgetränk namens "Kas Limon" gekauft (das gibt's nur im Supermarkt gegenüber der Shell-Tanke, mein zweitliebstes hiesiges Getränk, "Schweppes Limon" gibt's ja überall) und dann ab zum Chinesen-Buffet bei "Pasillos de Oro" (die goldenen Zahnstocher? Oder die goldenen Eßstäbchen?). 7,80 Euro sind zwar nicht billig, aber die Auswahl war riesig und sehr gut. Danach noch etwas gebummelt und Cymone hatte sich noch neue Kurzflossen für die Wellen gekauft. Danach ab nach Jandia mit kurzem Zwischenstop in Caleta, um noch mal 'nen Cortado einzuwerfen, da wir beide etwas geschafft waren.

Tag 10:

Morgens um 10 wieder durch Baulärm geweckt worden. Ok, mag sein, daß es nicht so wild ist, weil wir ab da ausgepennt hatten, aber es nervt doch, besonders Cymone. Stand zwar unten dran, daß sie bis zum Sommer renovieren wollen, aber letztlich ist Baulärm immer Scheiße. Also bei Vorsaison Vorsicht, das betrifft wahrscheinlich nicht nur dieses Hotel.

Wir sind dann erst nochmal auf den Wochenmarkt in Jandía gegangen und wir haben sogar nette Sonnenbrillen Sunglasses gekauft. Danach an den Playa und sogar mal 2 Liegen plus Schirmchen gemietet. Holla, 9 Euro! Und dann arschkalter Wind. Schließlich haben wir uns nach La Pared verdrückt, dumm nur, daß da Flut war. Also habe ich Cymone trotz ihrer Badeschlappen genötigt, die Berge mit mir runterzukraxeln, um an die 8m-Wellen ranzukommen. Sie war am rumnörgeln und hatte sich auch ein wenig die Hände aufgeschrammt, Ärsche auf mein Haupt... Baden war jedenfalls kaum machbar, die Strömung war zu heftig, ich wurde immer wieder an den Strand geschmissen.

Also zurück nach Calma zum Einkaufen und Tanken (1 Liter Sprit bei ca. 74 Cent) und dann nach Jandia zurück. Nach dem Duschen zum Mampfen nach Morro Jable gefahren. Im "El Velero" gab's leckeres und günstiges Essen bei guter Bedienung. Danach sind wir zum Carnaval-Festplatz gewackelt und haben uns den Wettbewerb der Tanzgruppen angesehen. Draußen gab's neben dem üblichen "Texas" (HowHowHow! Zapato Veloz rulez!) sogar mal ein paar Karussels Karussell mehr.



Tag 11:

Viel Wind, Wolken, hohe Wellen und rote Flagge am Strand (Badeverbot). Mit anderen Worten: schlechtes Wetter. Bis Pozo Negro hatte es zumindest noch nicht geregnet. Ansonsten: öder Ort. Weiter nach Las Salinas zum Museo de Sal, also einer alten Salz-Saline. Kostete zwar pro Nase 5 Euro, aber wenigstens kam man ganz nah an die Salzberge Salz ran. Wir hatten auch ein paar Kristalle probiert und schrägerweise war es weniger salzig als erwartet. Danach weiter nach Caleta in der Hoffnung auf Strandwetter, doch der Himmel blieb dunkel. Allerdings war der Wind warm genug. Dort dann rumgebummelt und Cymone hat bei "Happy Burger" ein Chicken-Sandwich gegessen. Ich wieder meinen geliebten Cortado con leche y leche. War recht gut, preiswert und wir sind auch nett bedient worden. Cymone hat dann noch Schnick-Schnack erstanden, nämlich Armbänder Pumpkinqueen zum selber buchstabieren. Danach zum anderen Teil Caletas, zu meinem geliebten Bocatta, dort habe ich dann gemampft und schließlich rüber zu McDonald's, denn normalerweise gibt's dort lecker Helados con Cafe (also Eiskaffee), aber das mit dem "fast" in "fast food" haben die hier noch nicht verstanden, also haben wir's gelassen.

Auf dem Heimweg zigmal Guardia Civil begegnet, die Raser bei Tempo-60-Bereichen abkassierte. Schließlich wieder nach Morro Jable zum Carnaval-Festplatz. Diesmal standen die Gruppen der Erdnuckel und aufwärts zur Wahl. Naja, tanzende Kinder sind nicht so unser Ding, weshalb wir nach kurzer Zeit gegangen sind.

Tag 12:

Ein ereignisloser Tag. Zuerst mal wieder mein Lieblingseis von Nestle geholt: Cheesequake. Warum gibt's das ganze leckere Zeug nicht auch bei uns? Als da wären: Schweppes Limón, Kas Limón, Nestle Cheesequake-Eis, Aupa Naranja-Eis, Twix-Eis, diverses Cadbury-Zeug, Almond-Milch uvm.

Dann zum Strand. Dort war es recht windig, also das wirklich windsichere Louis-Strandzelt aufgebaut. Die vorbeiziehenden Wolken nervten jedoch: kalt, heiß, kalt, heiß...

Abends dann zum Carnaval-Festplatz gefahren und bei Pepito y Monica einen Bocadillo gegessen. Die Frau dort (Monica?) war mit Abstand die angepißteste und unfreundlichste Bedienung bisher. Der Festzelt-Teil fing zwar mit einer netten Tanz-Nummer an, aber dann kam die erste Quäke-Gruppe und das nervte so sehr, daß wir lieber auf die Reinas verzichteten und gingen. Da wir noch Hunger hatten, holten wir uns bei "Burguer Sili's" noch einen Tortilla para llevar. Muß man nochmals erwähnen: Guter Imbiß, alles frisch, günstig und sehr freundlich!

Tag 13:

Eigentlich wollten wir heute nach Corralejo und El Cotillo. Aber wir bekamen unsere Hintern leider erst um halb zwei aus dem Hotel, also blieb nur Calma oder La Pared (in Jandía war es zu wolkig). Bei letzterem waren die Wellen zu hoch, also sind wir ausnahmsweise mal in Calma am Strand gewesen, der ist sonst nicht so unser Favorit, aber diesmal war es recht nett. Danach zum Hard-Rock-Cafe, Hardrock Café aber das war zu und der Betreiber erzählte was von harter Party-Nacht und daß wir morgen wieder kommen sollen. Also weiter nach Caleta. Dort beim Chinamann mal wieder Buffet (7,80 Euro, scheint der Standardpreis zu sein) eingepfiffen. "Pato Peking" hieß der Laden. Es war ok, aber der in Corralejo war um Längen schmackhafter und hatte mehr Auswahl. Nur beim Eis war dieser Chinese deutlich besser.

Danach rumgelaufen und mal kurz in der Internet-Spielothek Mail gelesen. Heftigste Mitteilung: Robert Depenbrock ist gestorben! Mit 32! Das trifft mich wirklich hart, denn er war wirklich ein Netz-Geek zu dem man aufblicken konnte. Nach dem Schock dann doch Richtung Jandía aufgebrochen.

Tag 14:

Heute sind wir mal früher raus, denn am letzten Tag möchte man ja noch möglichst viel mitnehmen. Angesichts des deutschen Wetterberichts for allem Sonne. Wir haben uns also auf den Weg nach Corralejo gemacht, denn Cymone wollte noch eine Kirsch-Tasche auf dem Trödelmarkt kaufen. Komischerweise scheint Montag der einzige richtige Arbeitstag der Woche zu sein, Obras überall. Und LKWs, was die Fahrt zu einem nervigen Kampf mit der Zeit machte, denn um 13:30 ist der Markt dicht. Normalerweise braucht man zwischen 1 und 1,5 Stunden von Jandía aus. Wir haben heute 2,5 Stunden gebraucht, grummel. Jedenfalls waren wir rechtzeitig da und danach sind wir nach El Cotillo gefahren. Der Wind war kräftig, aber wir fanden eine gute Stelle für's Zelt und hatten, obwohl Cymone unerklärlicherweise fror (Ich war in der Sonne am schwitzen und mußte 2 mal ins Meer, um mich abzukühlen) bis zum frühen Abend durchgehalten. Danach dann wieder nach Corralejo zum Bummeln und Mampfen. Diesmal mexikanisch gegessen: "La Cantina Mexicana". Der Laden liegt in einem Shopping-Center auf der Avenida General Franco (tztztz) unweit des Don Camillo III (dort ist mir mal vor ein paar Jahren das Essen aus dem Gesicht gefallen, sowas merkt man sich). Das hätten wir schon lange machen sollen! Leckeres mexikanisches Essen, scharf gewürzt! Ein echter kulinarischer Höhepunkt auf dieser (gewürztechnisch) geschmacklosen Insel. War zwar etwas teurer und sehr schräg:
größtenteils von Asiaten betrieben, in der Küche sogar nur Asiaten. Aber wirklich ein eßtechnisches Highlight. Dann über Caleta zurück. Dort getankt und endlich bei McDonalds Helado y Café, also Kaffee mit einer Vanille-Eiskugel drin, genossen. Warum gibt's sowas leckeres nicht bei uns? Dann weiter Richtung Heimat, am Hard-Rock-Café vorbei, das leider zu hatte. Wir waren nun mehrmals auf dieser Insel, aber irgendwie packen wir es nie in dieses Café. Muß daran liegen, daß das Teil mitten in der Pampa liegt, zwischen Tarajalejo und Gran Tarajal. In Jandía dann schonmal fleißig gepackt, Cymone mit ihrer üblichen Pack-Krise, also alles ganz normal...

Tag 15:

Um 8 Uhr raus aus den Federn und nach dem Auschecken losgefahren. In Costa Calma Costa Calma nochmal gehalten, um ein paar Fotos zu machen und dann weiter zum Flughafen. Dort das Auto abgegeben und die Koffer eingecheckt. Leicht über dem Limit, beide zusammen 45 kg. Und demnächst wollen die Fluggesellschaften 50 Euro pro Kilo Übergepäck. Die spinnen total. Diverse Leute kommen da mit 4 Koffern mit je 20 Kilo an, die haben dann 40 Kilo Übergepäck und zahlen dafür mehr als für den gesamten Urlaub. Das kann eigentlich nicht verhältnismäßig sein. Ich denke, die sollten das an Luftpost-Preisen orientieren und das dürfte deutlich darunter liegen. Danach zum Sicherheitscheck und dahinter nochmal schön 'nen Cortado eingepfiffen. Dann ging's erstmal nach La Palma (öde Insel, einmal und nie wieder, dagegen tobt auf Fuerteventura ja richtig das Leben), da das ein Zubringer-Flug war. Schließlich dann endlich Richtung Heimat und abends gegen 22 Uhr waren wir dann endlich wieder in Berlin.

Fazit:

Ich würde wieder hinfahren, Cymone nicht. Sie fand es in der Sonne zu knallig, denn Schatten gab's ja kaum. Im Wasser war ihr zu kalt, insofern war Abkühlung des Kopfschmerzkopfes nicht möglich (bis auf einmal). Vielleicht wäre es doch besser gewesen, im Sommer hinzufliegen. Dann ärgert sie sich immer über die fehlenden Klos, das ist aber auf allen kanarischen Inseln etwas schwieriger. Die Unfreundlichkeit und der Nicht-Service in vielen Restaurants und Läden ist ein Punkt, wo ich ihr zustimmen muß. Letztlich ist diese Insel die teuerste der Kanaren (jedenfalls sind die Hotelpreise deutlich höher) und sich dafür auch noch ständig anpflaumen zu lassen, nervt schon.

Zum Hotel kann man sagen, daß es eigentlich trotz des Baulärms noch eins der ruhigen Hotels war. Wir hatten schon deutlich nervigere und lautere Hotels und der Meerblick war wirklich toll. Da wir Hotels grundsätzlich nur zur Übernachtung nutzen, kriegt das "Palm Garden" von uns deshalb noch einen "Daumen hoch".

Das Auto, ein Skoda Fabia, hat gut durchgehalten und die ganzen 2200 km, die wir auf der Insel abgerissen haben, ohne Mucken überstanden. Ok, sollte man von einer Firma wie "Hertz" auch erwarten, aber trotzdem: Dinge, die funktionieren, muß man schon loben, insofern ebenfalls "Daumen hoch".

Café Cortado ist auf allen kanarischen Inseln empfehlenswert, so auch hier. Ich kann mich nur an gutschmeckende dieser "kurzen Kaffees" erinnern.

Bocadillos (also: "Brott und Brott", wie unser erster Spanisch-Lehrer mal sagte) sind ebenfalls fast immer optimal. Die Einwohner der Kanaren kriegen Sandwiches hin, da kann man nur von träumen. Normalerweise bin ich da nicht so'n Fan von, aber hier: Hut ab. Sehr lecker!

Hotelessen soll immer problematisch sein, machen wir eh nie. Simone liebt ja die kanarischen Kartöffelchen (papas arrugadas), die ungepellt gegessen werden und vorher in Salzwasser gekocht werden. Die gibt's praktisch überall. Dann gibt's natürlich so gut wie überall Tortilla español (also spanisches Omelett mit Kartoffeln), welches eigentlich auch immer gut und frisch ist. Dann als Tip: oft ist dort das Essen besser, wo mehr Leute sitzen. Ist zwar keine Garantie, aber eine gute Methode, selten von Montezumas Rache oder ähnlichem erwischt zu werden. Ich habe manchmal das Gefühl, daß die Läden in touristischen Gebieten, also direkt an den Strand-Promenaden oder so, nicht so sehr auf Hygiene achten, da kann es schon mal vorkommen, daß das Essen ein Comeback in Rückrichtung hat.

Dann sind natürlich die Tapas-Bars empfehlenswert. Burger & Bocadillos sind immer empfehlenswert und auch, wenn manche dieser Tapas-Bars etwas runtergekommen aussehen: meistens ist dort das Essen recht gut und auch günstig. Das sollte man also immer wagen, auch wenn dort fast nur Einheimische auf den Barhockern sitzen. Manchmal kommt man auch ins Gespräch, ist zwar oft schwierig, wegen der Sprachbarriere (trotz 2. derzeit laufendem Spanisch-Kurs bleibt die Verständigung mit rein-spanisch sprechenden Leuten schwierig), aber manchmal schon interessant. Ach ja, natürlich spricht man kein "Español", sondern "Castellano". Nur für den Fall, daß man mal fragt, wie etwas auf Spanisch heißt, wenn man mit dem Finger drauf zeigt. (diese Tips gelten übrigens für alle Kanaren)

Die Trödelmärkte würde ich mehr als Zeitvertreib ansehen, aber wen es interessiert, hier die Orte und Tage:

Jandía: Donnerstags
Corralejo: Freitags und Montags
Costa Caleta (oder früher: Caleta de Fuste): Samstags
Costa Calma (oder früher: Cañada del Río): Sonntags

Der Markt von Costa Calma ist am kleinsten.

Abends kann man wenig machen, vor allem in der Vorsaison. Ansonsten ist Corralejo der beste Tip. Hier ist noch am meisten Leben, wenn auch größtenteils Engländer. Strand kann man hier vergessen, dafür muß man nach El Cotillo fahren, ca. 12 km entfernt. Ist zwar ein kleines Örtchen, aber klasse Strände! Klar, auf der Ostseite von Corralejo gibt's noch die Dünen und die wunderschönen blauen Lagunen, aber da pfeift einem oft der Wind den Sand in die Fresse und das Wetter ist komischerweise immer etwas daneben (hier entscheiden wenige Kilometer über Sonne oder Wolken!).
In Caleta ist auch alles größtenteils englisch und die Pubs haben länger auf, aber dafür eben auch fast alles mit Fußball-TV (Uah! Fußball meiden wir wie die Pest! *würg*). Jandía ist dagegen fest in deutscher Hand (ich hatte eine Dänin am Handy gehört, die sich bei ihrem Gesprächspartner ausweinte, es wäre alles nur "tysk, tysk, tysk", *lach*) und noch dazu in Senioren-Hand. Damit klappen die dort um 22 Uhr die Bürgersteige hoch und der Ort ist dann wie tot. Hat aber die besten Strände neben Costa Calma.
Calma selbst ist auch ganz nett, nur eben auch recht deutsch und dafür gibt's dort nichtmal sowas wie eine Promenade mit Cafés und Restaurants. Da muß man sogar nach Essen suchen. Allerdings auch superschöner Strand.
Dann wäre noch La Pared erwähnenswert. Dort kann man zwar auch nur am Strand liegen, dafür hat man aber die Wellen der Westseite und meistens wenig Strömung, weswegen das Baden in der tosenden Brandung schlimmer aussieht als es ist.
Butihondo und Esquinzo sind quasi totenruhig, meistens Club-Hotels. Wer Ruhe will, ist hier gut beraten, mir würde die totale Ruhe eher auf den Sack gehen.

Straßentechnisch ist die Insel besser geworden, allerdings gibt's immer noch viele ungeteerte Pisten. Die Autobahn im Süden ist die bizarrste Stromverschwendung, die ich je gesehen habe, die kann man bestimmt ebenso wie die belgischen Autobahnen nachts vom Satelliten aus sehen, sie ist voll beleuchtet. Noch dazu sind auf der Landstraße 90 km/h erlaubt, aber auf der Autobahn haben sie 80 km/h-Schilder aufgestellt. Dabei ist sie eigentlich immer total leer! Sinnlos, zu erwähnen, daß eigentlich alle mindestens 120 km/h da drauf fahren...

Die gute alte American Star soll's ja nicht mehr geben, die ist wohl endgültig zerbrochen und untergegangen. Schade, da hätte man durchaus eine Touri-Attraktion draus machen können... Allerdings war der Weg zu diesem Schiffswrack auch immer eine echte Katastrophe, endlos lang und nur Schotterpiste. Das haben wir uns dieses Jahr gleich geschenkt, vor allem, weil wir keinen Jeep hatten und nur Jeeps sind auf Schotterpisten versichert.

UPDATE: Im Februar war das Schiff wohl noch zu sehen, insofern sind die Berichte über den vollständigen Untergang wohl verfrüht. Aber es kann nicht mehr lang dauern...

UPDATE 2 (Juli 2006): Sonja Claussen aus Hamburg schickte mir eine Email, in der sie mir noch 2 Tips mit auf den Weg gab. Erstens ist November der schönste Zeitpunkt, um auf Fuerteventura zu verweilen. Das Wasser ist warm und der Wind kaum vorhanden. Als Manko schrieb sie "stockfinster um 20:30", aber ich als Nachtschwärmer kann das kaum als negativ bewerten... Tip 2 ist eigentlich relativ logisch. Im Juni findet meistens die Wind-Surf-WM auf Fuerteventura statt. Das läßt also Rückschlüsse auf den Wind um diese Jahreszeit zu. Wer also zu viel Wind nicht mag, sollte Juni als Reisezeit für diese Insel nochmal überdenken...

Wenn mir noch mehr einfällt, werde ich es hier dazu schreiben. Falls jemand seinen Senf dazugeben will, kann er das gerne per Mail tun, ich werde gerne Informationen ergänzen und auch Kritik zulassen.


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